Open-E iSCSI - Flash-Speichermodul macht PC zum iSCSI Target

Software soll Nutzung von iSCSI-SANs auch kleineren Unternehmen ermöglichen

Die Open-E GmbH ermöglicht es nun auch, PC-Server mittels eines Flash-Speichermoduls in kurzer Zeit zum iSCSI-Datenträger bzw. iSCSI Target umzubauen. Die darin zum Einsatz kommende Linux-basierende Software soll über Ethernet preiswerte Storage Area Networks (SAN) ermöglichen.

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Open-E iSCSI SMB
Open-E iSCSI SMB
Server kommunizieren in der Regel mit lokal angebundenem Speicher über eine dedizierte SCSI-Verbindung und eine Schnittstelle auf Block-Ebene. ISCSI verpackt die Blockspeicherbefehle von SCSI in Ethernet-Pakete für die Übertragung über IP-Netzwerke. Dies ermöglicht Servern (iSCSI Initiator), mit Standard-SCSI-Speicherbefehlen über Standard-IP-Infrastrukturen gemeinsam genutzte Storage-Geräte (iSCSI Target) anzusprechen. Mit Open-E iSCSI wird ein PC mit RAID-Festplattensystem zu so einem iSCSI Target mit Datentransfer auf Block-Level.

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Die Open-E-iSCSI-Software erlaubt es mehreren Workstations unter Windows, Linux, Unix, MacOS X oder Netware, Daten ohne den Overhead von Protokollen wie SMB, FTP oder AppleTalk in einem iSCSI-Netzwerk abzulegen. An deren Stelle können die nativen File-Systeme der unterschiedlichen Betriebssysteme verwendet werden.

Open-E iSCSI - Benutzeroberfläche
Open-E iSCSI - Benutzeroberfläche
Eine Installation von Open-E iSCSI auf der Festplatte ist - wie bei Open-E NAS - nicht nötig. Der Flash-Speicher wird einfach auf die IDE-Schnittstelle des Mainboards gesteckt und kann dann die Software davon booten. Letztere liegt auf CD auch im Quellcode bei. Anders als beim Open-E NAS ist für Open-E iSCSI mindestens ein 2-GHz-PC und 512 MByte RAM vonnöten - bei anspruchsvollen Aufgaben können auch zwei bis vier CPUs und 1 GByte RAM sinnvoll sein.

Open-E iSCSI lässt sich - abhängig vom zum Einsatz kommenden IDE-, SCSI- bzw. SATA-RAID-Controller für die Festplatten - per Web-Browser oder RAID-Controller-Software steuern. Der Administrator kann die Festplatten als virtuelle iSCSI-Netzwerklaufwerke (LUNs) konfigurieren, die Volumes im Betrieb auch vergrößern und verkleinern, Volumenzugriffsrechte vergeben und individuelle Volumes für spezielle Clients einrichten. Hinter der LUN (Logical Unit Number) können eine ganze physikalische Festplatte, ein Teil von ihr oder ein Verbund aus mehreren Festplatten stehen.

Open-E-iSCSI-Volumes unter Windows
Open-E-iSCSI-Volumes unter Windows
Open-E iSCSI SOHO, die für kleine Arbeitsgruppen gedachte Lösung, kann Festplatten über SCSI-, SATA- und IDE-Onboard-Controller (allerdings ohne RAID) über 10/100/1000-Mbps-Ethernet ansprechen. Erst mit Open-E iSCSI SMB werden auch Hardware-RAID-Controller angesprochen - sowohl für ATA und SATA als auch SCSI. Außerdem werden Snapshot von einem Volume, 10-Gbps-Ethernet-Karten mit TCP/IP-Offload-Engine und PCs mit bis zu zwei CPUs für hohes Datenaufkommen unterstützt. Mit Open-E iSCSI Enterprise können schließlich große iSCSI-Target-Module (ITMs) inkl. Adaptive Load Balancing und Multiple-Volume-Snapshots aufgebaut werden. Dabei werden auch mehrere Netzwerkkarten - auch für FibreChannel - gleichzeitig genutzt. Damit die Leistung dabei nicht in die Knie geht, werden bis zu vier Prozessoren unterstützt.

Die kleinste iSCSI-Lösung, Open-E iSCSI SOHO, liefert Open-E seit Mitte Mai 2005 für rund 170,- Euro aus. Seit Anfang Juni 2005 verfügbar ist das ebenfalls erst jetzt angekündigte Open-E iSCSI SMB für rund 310,- Euro, während Open-E iSCSI Enterprise für rund 580,- Euro im Juli/August 2005 folgen soll. Damit will das Unternehmen mit seiner Produktfamilie Open-E iSCSI dann sowohl im Low- als auch im Highend-Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld abdecken.

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