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Bericht: Schwache Nachfrage nach Pentium D

Intel könnte seine Absatzziele verfehlen. Laut dem taiwanischen Magazin Digitimes könnte Intel seine selbst gesteckten Ziele einer schnellen Markteinführung von Dual-Core-Prozessoren weit verfehlen. Das Blatt beruft sich auf Quellen bei taiwanesischen Mainboard-Herstellern.
/ Christian Klaß
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Wie Digitimes berichtet(öffnet im neuen Fenster) , sei die bisherige Nachfrage nach Dual-Core-tauglichen Boards "nicht gerade zufrieden stellend". Die Aussagen der nicht namentlich zitierten Mainboard-Hersteller sind hier ein guter Indikator, da der Pentium D zwingend neue Boards benötigt – anders als AMDs Athlon 64 X2.

Die Board-Hersteller hoffen laut Digitimes jetzt auf Preissenkungen bei den 945- und 955-Chipsätzen, die nach einer Golem.de vorliegenden Roadmap für Anfang Juli geplant sind. Bisher sei die Nachfrage so schwach, dass umgerechnet nicht einmal 5 Prozent der im zweiten Quartal verkauften Prozessoren für den LGA775-Sockel mit Dual-Cores ausgestattet sein sollen. Intel selbst hatte für das dritte Quartal einen Dual-Core-Anteil von 10 Prozent angestrebt und 15 Prozent im vierten Quartal. Die Quellen von Digitimes sehen das vor allem für das dritte Quartal als viel zu hochgegriffen an.

Digitimes sieht durch den schleppenden Start des Pentium D auch den Bedarf für DDR2-Speicher in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin unterstützen die neuen Chipsätze DDR2-667, das erstmals leichte Performance-Vorteile gegenüber DDR-400-Speicher bietet.

Intel Deutschland meinte auf Anfrage von Golem.de, das Unternehmen liege mit der Markteinführung des Pentium D im Plan. Immerhin, so Intel, seien die CPUs gerade erst einmal vier Wochen auf dem Markt, so dass Analysen wie die von Digitimes verfrüht seien. [von Nico Ernst]


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