P2P-Urteil: Schwere Bürde für Technologie-Unternehmen
Mit seiner Entscheidung habe der Supreme Court eine Ära der rechtlichen Unsicherheit unter Amerikas Innovatoren ausgelöst, kommentiert Fred von Lohmann, als Anwalt bei der EFF für Fragen des "geistigen Eigentums" verantwortlich. Seiner Ansicht nach werde die neue Theorie des Urheberrechts, die das Urteil begründe, zu einer neuen Generation von Klagen der Unterhaltungsindustrie gegen Technologie-Unternehmen führen. Als viel größer wertet Lohmann aber die Gefahr, dass im Angesicht der drohenden Kosten Technologie-Anbieter ihre Produkte künftig den Wünschen Hollywoods anpassen und nicht den Wünschen der Kunden.
Zu einer gänzlich anderen Einschätzung kommt hier zu Lande Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände: "Die Entscheidung des obersten US-Gerichtshofs ist ein Durchbruch für die Pirateriebekämpfung im Internet und bestätigt die Auffassung der Musikwirtschaft: So genannte Tauschbörsen können für die Millionen von Urheberrechtsverletzungen, die dort täglich verübt werden, zur Verantwortung gezogen werden."