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Vodafones Inhalte-Chef warnt vor schlechten Handy-Spielen

UMTS kann nur im Massenmarkt Erfolg haben. Auf dem "International Games Summit" des britischen Spielebranchen-Verbands warnte Vodafones Inhalte-Chef Graeme Ferguson die Industrie davor, den Kunden schlechte Handy-Spiele vorzusetzen. Dies gelte insbesondere in Bezug auf größere Lizenzen, zitierte Gamesindustry.biz den Vodafone-Manager.
/ Christian Klaß
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Ferguson kritisierte laut Gamesindustry.biz(öffnet im neuen Fenster) die niedrige Qualität vieler der von Entwicklern und Publishern verkauften Handy-Spiele: "Ich bin immer wieder überrascht, auch nach drei Jahren bei Vodafone fantastische Lizenzen mit wirklich grausigen Spielen zu sehen". Einige dieser Spiele seien "wirklich Schund", so Ferguson.

Als negatives Paradebeispiel führte der Vodafone-Mann ein Herr-der-Ringe-Spiel von vor zwei Jahren an, welches Vodafone nicht in seinen Service aufnehmen wollte. Während der Film eher als größter der Dekade gelte, sei das Spiel – gemeint wurde vermutlich ein Titel von Jamdat – eines der schlechtesten, die er je gesehen habe. Ferguson fragt sich, wie das Filmstudio New Line Cinema erlauben konnte, dass jemand seinem geistigen Eigentum so etwas antue.

Kunden seien keine Melkkühe, schließt Ferguson, sie werden nicht weiter Spiele kaufen, wenn diese schlecht sind. Bei Vodafone sollen rund 12 Prozent der über das Firmenportal verkauften Inhalte Spiele sein, TV-Inhalte und Musik seien gefragter. Erfolgreiche Handy-Spiele würden aber europaweit mittlerweile rund 250.000-mal verkauft. Ferguson zufolge bleibt es für Entwickler dabei auch in Zukunft eine Herausforderung, für die technisch unterschiedlichen Mobiltelefone zu entwickeln, da eine einheitliche Plattform nicht in Sicht ist.

In Bezug auf UMTS-Handys betonte Ferguson, dass diese unbedingt von der Spielebranche unterstützt werden müssten und nicht als Geräte für wenige eingeschätzt werden sollten – nur ein Massenmarkt könne UMTS zum Erfolg verhelfen.


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