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Google bietet Video-Downloads an

Kostenlose Infrastruktur zur Verbreitung eigener Filme. Seit Mitte April nimmt Google Video-Uploads an und startet nun auch mit einem entsprechenden Download-Angebot. Wer seine Filme kostenlos verteilen möchte, kann Googles Infrastruktur ebenfalls kostenlos nutzen, aber auch kostenpflichtige Downloads lassen sich so unter die Leute bringen. Als Client kommt die Open-Source-Software VLC (Video LAN Client) in einer von Google angepassten Version zum Einsatz.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit der Video-Upload-Funktion(öffnet im neuen Fenster) will Google vor allem Privatpersonen und kleine Firmen ansprechen, die so die Möglichkeit erhalten, selbst gedrehtes Videomaterial einer breiteren Nutzerschaft zur Verfügung zu stellen. Das Videomaterial kann man derzeit kostenlos anbieten, künftig soll es aber auch möglich sein, Gebühren zu kassieren, von denen Google dann einen Anteil zur Kostendeckung des Dienstes einbehält. Google selbst empfiehlt aber, seine Videos kostenlos bereitzustellen, weil dies automatisch eine höhere Verbreitung bringe.

Sobald die hochgeladenen Videos in Googles Suche integriert wurden, können Nutzer danach suchen und sich eine Vorschau ansehen oder aber das komplette Video betrachten. Je nach den Bestimmungen des Rechteinhabers können die Videos kostenlos oder gegen Entgelt angeschaut werden.

Freie Videos finden sich unter anderem unter den Suchbegriffen Greenpeace(öffnet im neuen Fenster) , PS3(öffnet im neuen Fenster) , AdWords(öffnet im neuen Fenster) oder Badminton(öffnet im neuen Fenster) . Ein weißer Pfeil auf blauem Grund zeigt an, dass mehr als nur einige Standbilder vorliegen, das Video also abgespielt werden kann.

Zum Abspielen der Videos setzt Google auf eine speziell angepasste Version der Open-Source-Software VLC 0.8.2(öffnet im neuen Fenster) (Video LAN Client), die als Plug-in für den Internet Explorer ab Version 5.0 und Firefox ab 1.0 angeboten wird – derzeit nur aber nur unter Windows läuft. Die eigenen Änderungen an der Software will Google der Open-Source-Community zurückgeben und auch den Quelltext des eigenen Clients unter code.google.com(öffnet im neuen Fenster) zum Download anbieten, noch ist der Quelltext auf den Seiten aber nicht zu finden.

Zum Hochladen der Videos müssen einige technische Hürden genommen werden. So bietet Google nur eine Windows-Software, die das Hochladen der Videodaten übernimmt, so dass Nutzer anderer Betriebssysteme den Upload-Dienst derzeit nicht verwenden können. Außerdem muss man über einen Breitband-Internet-Zugang verfügen und sich – falls noch nicht geschehen – einen Google-Zugang zulegen. Die Google-Dienste Google Groups, Google Alerts oder auch Gmail lassen sich ebenfalls nur über einen solchen Google-Zugang vollständig nutzen.

Google verarbeitet nach eigener Aussage Videodaten in allen verbreiteten Formaten, empfiehlt aber die Bereitstellung in den Formaten MPEG4 oder MPEG2 jeweils mit einer MP3-Tonspur. Die Videodateien sind weder in Größe noch in der Menge beschränkt, so dass man beliebig viele Videos in jedweder Größe auf die Google-Server laden kann.

Zudem darf man nur Videomaterial hochladen, an dem man selbst alle notwendigen Rechte wie Urheberrecht, Markenrechte oder Ähnliches besitzt. Das Urheberrecht verbleibt bei der betreffenden Person und geht nicht etwa auf Google über. Ferner darf das Video keine pornografischen oder obszönen Inhalte aufweisen. Google prüft, ob die genannten Bedingungen erfüllt werden, bevor Daten in die Videosuche integriert werden.

War das bei Google hochgeladene Videomaterial vorerst nicht über die Spezialsuche Google Video erreichbar, hat Google nun auch die Downloads freigeschaltet. Aber auch weiterhin werden Videos in jedem Fall zuvor geprüft und erst dann in die Suche integriert. Zudem können die Videos mit Meta-Daten versehen werden, die das Auffinden erleichtern sollen. Auch lässt sich eine URL mit einem Video verknüpfen, so dass man aus der Google-Suche heraus auf die betreffende Webseite gehen kann.

Die Angaben zu bereits über Google Video erreichbaren Videodaten können auch nachträglich jederzeit verändert werden. Auch kann ein Video aus dem Index jederzeit entfernt werden. Jegliche Änderungen werden aber erst gültig, wenn die betreffenden Angaben abermals von Google überprüft wurden.


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