Der erste Cyborg? Durchbruch in der Prothesen-Forschung
Neben gelähmten und durch Schlaganfall betroffenen Personen will das RIC durch seine gedankenkontrollierten Prothesen auch Menschen mit fehlenden Gliedmaßen helfen können. Das RIC präsentierte dazu am 22. Juni 2005 die neue zweite Generation einer gedankenkontrollierten Arm-Prothese, welche die bis dato am weitesten entwickelte ihrer Art sein soll. Der Patient soll nur daran denken, was er mit dem umgeschnallten Arm machen will und dieser reagiert dann laut RIC. Demonstriert wurde dies mit Hilfe des Patienten Jesse Sullivan, dem 2001 nach einem Arbeitsunfall im Stromwerk beide Arme amputiert werden mussten. Videomitschnitte(öffnet im neuen Fenster) zeigen, dass die Prothese reagiert: Sullivan nahm damit etwas ungelenk ein Glas von einem Tisch hoch.
Dr. Todd Kuiken(öffnet im neuen Fenster) von RIC hat dazu die Nerven-Enden der amputierten Arme von der Schulter mit dem Brustmuskel verbunden. Die darüber platzierten Elektroden nehmen die Impulse auf und leiten sie an die mechanische Prothese weiter. Die demonstrierte zweite Generation des bionischen Arms soll nun besser funktionieren, indem mehr Bewegungen und spontane Kontrolle ermöglicht werden. Die dritte Generation soll 2006 fertig werden und dem Träger einen Tastsinn für den Arm verschaffen. Wie das funktionieren soll, wurde noch nicht erklärt.
Finanzielle Unterstützung bekommt das Forschungsprojekt weiterhin durch die Searle-Familie, die mittels des Searle-Funds kürzlich 5 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung der Technik spendete.
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