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Trotz verschärfter Dialer-Regeln - Betrügereien gehen weiter

Betrüger versuchen es per Handy-Bezahlung und klassischen Lastschriftverfahren. Mit neuen Maschen versuchen Betrüger weiterhin, unbedarfte Internetnutzer in die Irre zu führen, nachdem seit vergangener Woche verschärfte Regeln für das Anbieten von Dialern verbindlich sind. Mit Hilfe neuer Methoden werden Kunden Zugangsdaten nach einer Bezahlung per Handy-Rechnung oder per Banküberweisung versprochen, wobei die tatsächlichen Kosten verschleiert oder auch gar nicht genannt werden, da es sich nicht um Einmalzahlungen, sondern um Abonnements handelt.
/ Ingo Pakalski
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An die versprochenen Inhalte von FastGame.de und Vornamen.de gelangt man erst, nachdem man sich mit seiner Handy-Nummer anmeldet und damit – ohne es so recht zu ahnen – ein Abonnement zu bezahlen hat. Der betreffende Dialog suggeriert, dass dabei eine einmalige Gebühr anfalle, die beispielsweise 4,99 Euro oder 9,99 Euro beträgt. Das betreffende HandyPay-Fenster erwähnt dann ein ominöses Buchungsintervall, wohinter sich eben das Abo verbirgt. In beiden Fällen wird die Summe alle 3 Tage fällig.

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Dies bedeutet, dass alle 3 Tage die genannte Summe abgebucht wird. Dadurch fallen schnell monatliche Kosten von weit über 100,- Euro an. Nach der Angabe der Handy-Nummer wird eine noch kostenlose SMS an diese Nummer versandt. Sobald man sich dann mit den darin enthaltenen Zugangsdaten im Internet anmeldet, werden die oben genannten Gebühren sofort von der Handy-Rechnung abgebucht und man hat das Abo bestellt.

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Eine andere Masche findet man auf der Webseite hausaufgaben.de, worüber Vorlagen für Schulaufsätze und Ähnliches feilgeboten werden sollen. Hier landet man nicht in einem HandyPay-Fenster, stattdessen gibt es einen umfangreichen Registrierungsdialog, wo man zur Bezahlung neben seiner kompletten Anschrift seine Bankverbindung für eine Einzugsermächtigung angeben muss. Als Preis wird hier 1,- Euro angegeben, gepaart mit der Formulierung "3 Tage Vollzugang", was ebenfalls verschleiern soll, dass es sich hierbei um ein Abo handelt.

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Im Unterschied zu den HandyPay-Verfahren findet man hier – wenn auch versteckt – immerhin eine etwas genauere Aufschlüsselung der tatsächlich anfallenden Kosten. Ein Klick auf den Link "Info" öffnet ein Pop-Up-Fenster, das immer noch recht unverständlich erklärt, dass zunächst einmalig 1,- Euro abgebucht und im Anschluss daran monatlich 29,95 Euro fällig werden – womit Gebühren von rund 1,- Euro pro Tag anfallen.

Allen hier genannten Diensten ist gemein, dass der Nutzer quasi die Katze im Sack kauft, weil er vor einer Anmeldung nicht erfährt, für welche Inhalte er eigentlich bezahlt bzw. ob er einen angemessenen Gegenwert dafür erhält.

Nachtrag vom 21. Juni 2005, 18:48 Uhr:

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Der hinter dem Bezahlsystem von FastGame.de steckende Anbieter Mainpeam hat auf die Kritik mittlerweile in Teilen reagiert und die Formulierung "Buchungsintervall" in "Abo alle: 3 Tage" geändert sowie die entsprechende Schrift besser lesbar gemacht. Bei Hausaufgaben.de findet sich nun ein Hinweis auf den Abo-Vertrag für 29,95 Euro direkt über der Eingabemaske. Einige 100 Webseiten sollen bereits auf HandyPay setzen. Mainpean hatte 2003 von der RegTP die Nutzung von 400.000 Dialer-Programmen wegen Nichteinhaltung der Mindestrichtlinien untersagt bekommen.


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