Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Standards für anonyme Klingelton-Käufe geplant

Liberty Alliance gründet Messaging Service Interface Specifications Group. Die Liberty Alliance will mit einem neuen Team Schnittstellen-Spezifikationen für Content Messaging, d.h. unter anderem für SMS (Short Message Service) und MMS (Multimedia Messaging Service), erarbeiten. Die Spezifikationen sollen beispielsweise zum Kauf von Klingeltönen genutzt werden können.
/ Jens Ihlenfeld
3 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Diese Spezifikationen soll über das Liberty Identity Web Services Framework(öffnet im neuen Fenster) (ID- WSF) einsetzbar sein und ein Content Messaging für Mobilgeräte-User sowie verbesserte Geschäftsmöglichkeiten für Service Provider ermöglichen und dennoch die Privatsphäre der Anwender wahren.

"Content Messaging stellt für die Mobilfunkanbieter und Content Provider eine große Einnahmequelle dar", erläuterte Timo Skytta, Vice President der Liberty Alliance und Director of Web Services bei Nokia. "Allerdings gibt es auch unzählige Möglichkeiten, die Privatsphäre zu verletzen und vermehrt Spam zu versenden, da die User ihre Telefonnummern unverschlüsselt den Content Providern übermitteln, die anschließend diese Daten an Dritte weitergeben oder verkaufen. Das Liberty Alliance Team hat die Gelegenheit erkannt, eine mächtige Service-Schnittstellen-Spezifikation zu schaffen, die die Privatsphäre schützt, die Geschäftsmöglichkeiten für Content Provider verbessert und außerdem noch Interoperabilität und einfache Feature-Integration bietet, damit die Service Provider sich zusammentun können und vielschichtige Angebote in einer die Privatsphäre gewährleistenden Art liefern können."

Die "Content SMS & MMS (CSM) Service Interface Specifications" sollen so konzipiert werden, dass Inhalte-Anbieter Zugriff auf ein Mobilfunknetz haben, die SMS- und MMS-Nachrichten vom User empfangen und an ihn versenden können. So erhalten die User die gewünschten Inhalte auf ihren Geräten anonym, wobei die Content Provider keinen Zugriff auf die Telefonnummer oder Adresse des Mobilgeräts haben.

Eine Proof-of-Concept für die Spezifikation wurde am 15. Juni 2005 beim Treffen der Messaging Services Group vorgestellt. Der identitätsfähige Webservice, den Trustgenix und Vodafone entwickelt haben, ermöglicht dem Mobilfunkabonnenten die Bestellung von Inhalten von Drittanbietern, wobei der Anwender den Webbrowser seines Mobilgeräts oder PCs nutzen kann und dennoch die Anonymität seiner Telefonnummer gewährleistet ist. Die Anwendung baut auf aktuellen Liberty- und SAML-Föderationsstandards auf.


Relevante Themen