Abo
  • Services:

Microsoft verklagt deutschen Spam-Versender

Unterlassungs- und Schadensersatzklage gegen Urheber von Spam-E-Mails

Wie Microsoft mitteilte, hat das Unternehmen bereits am 1. Juni 2005 eine Unterlassungs- und Schadensersatzklage wegen Spam-Versands und Markenverletzung gegen ein in Nordrhein-Westfalen ansässiges Unternehmen eingereicht. Nach Auffassung von Microsoft ist der Geschäftsführer des beklagten Unternehmens für zahlreiche Spam-Aktionen aus der jüngsten Vergangenheit verantwortlich.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie Microsoft erklärt, sei das beklagte Unternehmen mit weiteren in den USA und der Ukraine ansässigen Firmen für zahlreiche Spam-Aktionen verantwortlich. Dabei wurden vermutlich mehrere Millionen unerwünschter Werbe-E-Mails verschickt, die zumeist englischsprachige Reklame für die Entwicklung von Webseiten enthielt. Aber auch Online-Casinos und pornografische Internetseiten wurden darüber angepriesen.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Stuttgart
  2. BWI GmbH, München, Meckenheim, Hilden

Microsoft bemerkte in einigen Hotmail-Postfächern mehrere tausend Spam-E-Mails, deren Versand dem Inhaber verschiedener Internetfirmen aus Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden konnte. Der Unternehmer bestritt die Vorwürfe im Vorfeld der Klage und verwies auf Geschäftspartner, deren Namen er aber nicht nennen wollte. Da der Versand von Spam-E-Mails in Deutschland keinen strafbaren Tatbestand darstellt, hat Microsoft den Firmeninhaber wegen Verstoßes gegen das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) verklagt.

Auf Grund längerer Aufenthalte in den USA habe der Internetunternehmer ein Firmennetzwerk amerikanischer und ukrainischer Unternehmen aufgebaut, unter deren Namen er auch in Deutschland agiert, erläutert Microsoft. Unter anderem betreibe der Beklagte zahlreiche Webseiten, auf denen er die Spam-Dienste Dritten anbietet. Zum Beispiel werde die Vermietung von Server-Systemen beworben, mit denen sich für 625,- US-Dollar Miete im Monat stündlich 100.000 Spam-E-Mails oder monatlich 74 Millionen E-Mails versenden lassen. Der Beklagte würde die Systeme als Bulk-Mailer bezeichnen und biete derzeit 750 Millionen E-Mail-Adressen für 499,- US-Dollar an.

"Das Spam-Business ist inzwischen international so gut organisiert, dass die unerwünschten Mails zwar von Drittstaaten verschickt werden, wo die Problematik nicht so streng verfolgt wird. Die eigentlichen Verantwortlichen der unerwünschten Werbe-Mails kommen aber häufig - wie in dem vorliegenden Fall - aus westlichen Industriestaaten", erklärt Dorothee Belz, Director Legal and Corporate Affairs, Microsoft Deutschland GmbH. "Diesem und anderen Missbrauchsfällen des Internets als offene Plattform für die freie Meinungsäußerung treten wir auch im Rahmen der Initiative 'Deutschland sicher im Netz' mit aller Entschiedenheit entgegen."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 15% auf ausgewählte Monitore, z. B 27xq QHD/144 Hz für 305,64€ statt 360,25€ im...
  2. (u. a. DOOM für 6,99€, Assassin's Creed Odyssey für 49,99€ und Civilization VI - Digital...
  3. (u. a. UE65NU7409 für 849€ statt 1.039,98€ im Vergleich)
  4. 39,98€ (Vergleichspreis ca. 72€)

Objektivierer 29. Jun 2005

...snip ...snip Du meinst ernsthaft, Microsoft hätte keine EIGENEN Mailaccounts, um...

tepp 21. Jun 2005

Tut er ja vieleicht, schon mal nachgedacht(überhaupt schon mal gedacht?)

????? 21. Jun 2005

"...Da der Versand von Spam-E-Mails in Deutschland keinen strafbaren Tatbestand...

lars 21. Jun 2005

es gibt immer noch reichlich leute die auf die links in den mails clicken. entweder weil...

Haplo 20. Jun 2005

Das liegt ganz einfach daran, dass Hotmail so viele User hat, dass es sich lohnt einfach...


Folgen Sie uns
       


Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti)

Wir haben die Reflections Raytracing Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti und auf einer GTX 1080 Ti ablaufen lassen.

Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti) Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
    Probefahrt mit Tesla Model 3
    Wie auf Schienen übers Golden Gate

    Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
    Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

    1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
    2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
    3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

      •  /