Radeon X550 - Aufgemotzter Low-End-Chip
Der bisher nur für PCI-Express gedachte X550 ist laut ATI ein höher getakteter X300 (RV370) mit 400 statt 325 MHz Chiptakt. Der Speichertakt liegt mit 250 MHz zwischen dem des X300 SE (200 MHz) und des X300 Pro (300 MHz), der 64 bis 256 MByte große lokale DDR1-Grafikspeicher ist per 64- oder 128-Bit-Speicherschnittstelle an den X550 angebunden. Zum Vergleich: Der X600 Pro (400/300 MHz) und der X600 XT (500/370 MHz) sind mit 128-Bit-Speicherinterface bestückt. Technisch unterscheiden sich die DirectX-9-Chips der X300-, der X600-Serie und der X550 nicht groß voneinander – alle bieten vier Pixel- und zwei Vertex-Shader-Einheiten.
Zu den Herstellern, die bereits X550-Grafikkarten angekündigt haben, zählen HIS und Info-Tek. Die bisher vorgestellten X550-Karten verfügen über 128 MByte Grafikspeicher und können sich vom System zusätzliche 128 MByte Hauptspeicher als Shared Memory ("HyperMemory") abzweigen. ATI sieht die X550-Karten, bei denen es auf die Speicheranbindung und den Speichertakt zu achten gilt, als "ein ideales Produkt" für Einsteiger-PCs, für den Wechsel von Onboard- zu diskreter Grafik-Hardware bzw. für den Einsatz in Media-Center-Systemen.
Im Handel werden Radeon-X550-Karten voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli 2005 auftauchen. ATI zufolge werden nicht alle Board-Partner mit entsprechenden Produkten aufwarten.