NASA: Space Shuttle startet im Juli
Walt Brooks(öffnet im neuen Fenster) ist Division Chief der NAS, der "Nasa Advanced Supercomputing Division". Am Rande des jährlichen Treffens der "SGI User Group" in München bestätige Brooks gegenüber Golem.de, dass die NASA ihren erst vor kurzem geänderten Zeitplan nun einhalten wolle. Derzeit steht, vorgegeben durch die Umlaufbahn der internationalen Raumstation ISS, ein so genanntes "launch window" von 13. bis 31. Juli 2005 offen. In diesem Zeitfenster muss das Shuttle Discovery starten, um die ISS wie geplant erreichen zu können.
Der von Brooks am Ames Research Center nahe San Francisco betreute Supercomputer "Columbia" war nach dem verlorenen Shuttle benannt worden und ging erst Mitte 2004 nach und nach in Betrieb. Wie der NASA-Chief angab, befand sich sein Team seitdem nur noch im "Notfallmodus", da die Anlage noch nicht voll einsatzfähig war, aber als seinerzeit schnellster Supercomputer der Welt die anderen NASA-Rechenzentren bei der endgültigen Analyse des Shuttle-Absturzes unterstützen sollte.
Das derzeit verwendete Material soll nun jedoch nur 50 Prozent kleinere Bruchstücke hervorbringen, als das bei der Columbia der Fall war. Nach über 100 simulierten Shuttle-Flügen ist die Nasa nach den bisherigen veröffentlichten Daten sicher, dass neue Schaumstoff-Absprengsel das Shuttle nicht mehr signifikant beschädigen können.
Daneben wird der neue Supercomputer auch für die üblichen wissenschaftlichen Aufgaben wie Wettersimulation oder Forschungen in der Nanotechnologie genutzt. Ein aktuelles Projekt der Nasa ist dabei auch der "digitale Astronaut". Ziel ist es, einen Menschen im Raumanzug bis auf das Niveau jeder Körperzelle zu simulieren. [von Nico Ernst]
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