TV-Vermarkter: Keine Angst vor digitalen Videorekordern

Time-Shifting und Ad Skipping werden angeblich kaum genutzt

Digitale Videorekorder stellen keine substanzielle Gefahr für das werbefinanzierte Privatfernsehen dar. Die tägliche Sehdauer der Werbung werde sich kaum verändern. Zu diesem Schluss kommt ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media. Das Unternehmen ist bemüht, die Gefahr einer abnehmenden Werbewirkung von TV-Spots klein zu reden.

Artikel veröffentlicht am ,

SevenOne Media zeichnet ein Szenario, nach dem die Sehgewohnheiten der TV-Zuschauer auch in Zukunft weitgehend stabil bleiben werden - trotz der technischen Möglichkeit, mit einem digitalen Videorekorder zeitversetzt fernzusehen ("Time Shifting") und Werbung zu überspringen ("Ad Skipping"). SeveOne Media geht davon aus, dass das Volumen der täglich gesehenen Werbung von heute 13,3 bis 2010 auf 13,6 Minuten steigen wird, das Volumen der vermiedenen Werbeblöcke wächst dabei von 3,3 auf rund 4 Minuten - eine Verbreitung digitaler Videorekorder (DVR) von 10 Prozent angenommen. Aber selbst im schlechtesten Fall - bei einer DVR-Verbreitung von 30 Prozent - seien keine signifikanten Veränderungen zu erwarten.

Stellenmarkt
  1. Informatiker / Maschinenbauingenieur (m/w/d) Digital Manufacturing
    SKF GmbH, Schweinfurt
  2. Chief Information Officer - CIO (m/w/d)
    CONITAS GmbH, Karlsruhe
Detailsuche

Dabei geht SevenOne Media davon aus, dass sich die digitalen Festplattenrekorder wesentlich langsamer verbreiten werden als noch vor wenigen Jahren prognostiziert. So gingen bis heute rund 160.000 Geräte über den Ladentisch, so dass derzeit in rund 0,5 Prozent der deutschen TV-Haushalte ein digitaler Videorekorder genutzt wird. Zuschauer, die bereits über einen digitalen Videorekorder verfügen, nutzen die technische Möglichkeit des "Time Shifting" und "Ad Skipping" wesentlich weniger als bisher angenommen, zitiert SevenOne eine tiefenpsychologische Studie des Kölner Forschungsinstituts IFM.

Digtiale Videorekorder seien auf Grund der langsamen Verbreitung und geringen Nutzung kein "Werbekiller", sondern eröffnen dem frei empfangbaren Fernsehen neue Geschäftsmodelle im Bereich des elektronischen Direct Marketings, so SevenOne weiter. Dabei setzt der Vermarkter auf interaktive Marketinglösungen, die durch rückkanalffähige Geräte möglich sind. Beispielsweise soll personalisierte und regionalisierte Werbung oder das Ausstrahlen von langformatigen Werbefilmen möglich sein - damit war in diesem Fall aber wohl nicht die ARD-Soap Marienhof mit ihrer unlängst aufgefallenen Schleichwerbung gemeint.

Kommentar:
Die Studie von SevenOne erhebt mit Sicherheit keinen Anspruch auf Unabhängigkeit und will die Gefahr durch digitale Videorekorder für die TV-Werbevermarktung offenbar klein reden. Dabei steckt die Technik heute noch in den Kinderschuhen und gerade Funktionen wie "Ad Skipping" werden zunehmend einfacher zu nutzen sein. Dies gilt etwa für Videorekorder, die Werbe-Inseln automatisch erkennen oder Dienste, die Videorekorder-Software mit Schnittmarken zur gezielten Entfernung von Werbung füttern. Außerdem hat es vor allem in Deutschland in den vergangenen Monaten einen massiven Preisrutsch bei digitalen Videorekordern gegeben, so dass die Geräte auch für den Normalkunden erschwinglich werden und eine zunehmende Verbreitung damit erst noch bevorsteht.

In Bezug auf Ad Skipping und Time Shifting kommen andere Studien mitunter zu ganz anderen Ergebnissen. Dabei befragte die Universität Siegen mit Hilfe des psychologischen Instituts der Universität Bonn 1.200 Internetnutzer zur Digitalisierung des Fernsehens. Dabei sei erwähnt, dass diese Studie von Buhl Data in Auftrag gegeben wurde, die einen entsprechenden "Schnittmarken-Dienst" für ihre Time-Shifting-fähige Videorekorder-Software TVCentral anbieten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
PC-Hardware
Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar

Die Preise für Grafikkarten sind zuletzt gesunken, es gibt mehr Pixelbeschleuniger auf Lager. Das hat mehrere Gründe.

PC-Hardware: Grafikkarten werden günstiger und besser verfügbar
Artikel
  1. Prime Day 2021 bei Amazon - das sind die Highlights
     
    Prime Day 2021 bei Amazon - das sind die Highlights

    Lange haben wir gewartet, jetzt ist es so weit: Der Prime Day 2021 ist gestartet und bietet millionenfache Angebote aus allen Kategorien.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  2. Sea of Thieves: Rund zehn Stunden Abenteuer unter der Piratenflagge
    Sea of Thieves
    Rund zehn Stunden Abenteuer unter der Piratenflagge

    Die solo spielbare Kampagne Sea of Thieves: A Pirate's Life schickt Freibeuter in den Fluch der Karibik mit Jack Sparrow und Davy Jones.
    Von Peter Steinlechner

  3. Verdi: Streik am Amazon-Prime-Day an sieben Standorten
    Verdi
    Streik am Amazon-Prime-Day an sieben Standorten

    Seit über acht Jahren wollen die Verdi-Mitglieder bei Amazon einen Tarifvertrag. Und kein Ende ist abzusehen.

Grundig 30. Nov 2005

Ich habe einen und fühle mich deshalb auch nicht minderbemittelt.

Rueffel 16. Jun 2005

gekackte Scheisse.

Plonk der Honk 16. Jun 2005

ich denke eher mit sogar besserer qualität....

Frank us Kölle 16. Jun 2005

Eine falsche Definition ist das. TP ist ein psychologische Methode und Theorie, die auch...

borg 15. Jun 2005

In einem muss ich der Studie rechtgeben: Sehe ich mir eine Stargate, Enterprise oder CSI...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Orange Week bei Cyberport mit bis zu -70% • MSI Optix G32CQ4DE 335,99€ • XXL-Sale bei Alternate • Creative SB Z 69,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 39€ • Battlefield 4 Premium PC Code 7,49€ • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • GP Anniversary Sale - Teil 4: Indie & Arcade • Saturn Weekend Deals [Werbung]
    •  /