Intel-CPUs ab 2007 mit integriertem Speichercontroller?

Auch ein einheitlicher Sockel für IA-64 und IA-32 geplant?

In zwei Jahren will Intel erstmals den Speicher-Controller in eine CPU integrieren, sagte SGIs Chief Technology Officer vor Journalisten in München. Zurzeit findet dort das jährliche Treffen der SGI User Group statt. Einer der Redner war SGIs CTO Eng Lim Goh.

Artikel veröffentlicht am ,

SGI zählt zu Intels Top-Kunden, baut das Unternehmen doch aus Itaniums unter anderem den neuen Supercomputer des Leibniz Rechenzentrums (LRZ). Auch einer der schnellsten Supercomputer der Welt namens Columbia am Amnes Research Centre der NASA stammt von SGI.

Stellenmarkt
  1. Projektmanager Digitalisierungsprojekte (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Berlin, deutschlandweit
  2. Specialist Enterprise Delivery Management (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Nürnberg, Unterföhring, Stuttgart
Detailsuche

Eng Lim Goh (Ph.D.)
Eng Lim Goh (Ph.D.)
Wie Dr. Goh nach seiner Keynote vor Journalisten angab, will SGI Ende 2005 auch DDR-2-Speicher in seinen Rechnern verbauen. Danach sei aber kein Wechsel zu DDR-3 vorgesehen, wie ihn beispielsweise AMD plant. Vielmehr will SGI gleich auf "Fully Buffered DIMMs" (FBDIMMs) umsteigen. Im März verkündete bereits Intel entsprechende Pläne.

Diese Speicher sind über einen seriellen Bus verbunden und verfügen über einen eigenen Puffer auf jedem Modul. Micron liefert derzeit erste Muster von FBDIMMs mit DDR-2-667-Chips aus und will mit der neuen Bauform bis zu 4,8 GBit pro Sekunde erreichen.

Dass SGI DDR-3 nicht verwenden will, erklärte Goh zunächst mit der Tatsache, dass der für 2007 geplante Tukwila bereits über einen eigenen Speichercontroller für FBDIMMs verfügen soll.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Auf die Frage, warum er den Itanium in seinen Vorträgen schon heute als "Massenware" (engl.: "commodity") bezeichne, sagte Goh: "2007 wird Intel das Interface der IA-32 und IA-64-Prozessoren vereinheitlichen und den Speicher-Controller in die CPU integrieren."

Dieser auf den ersten Blick revolutionäre Schritt könnte durchaus sinnvoll sein: FBDIMMs lösen durch ihr serielles Interface eine Vielzahl der Probleme, die heutige parallele Speicherbusse beispielsweise durch Reflexionen mit sich bringen. Mit einer solch innovativen Technologie könnte es sich auch für Intel lohnen, endlich den Speicher-Controller im Prozessor einzubauen, wie es AMD schon seit Jahren tut. Athlon64 und Opteron ziehen einen guten Teil ihrer Leistung aus dem integrierten Speicherinterface.

Was Goh jedoch mit dem "einheitlichen Interface" meinte, ist vorerst noch unklar. Intel Deutschland wollte die Aussagen des SGI-CTOs auf Anfrage nicht bestätigen oder dementieren. Somit steht noch nicht fest, ob Intel wirklich einen gemeinsamen Sockel für Itanium und kommende Pentiums und Xeons plant. Dass Goh aber von "IA-32" und "IA-64" sprach, ist trotz Intels 64-Bit-Erweiterung ein Hinweis auf Pentiums und Xeons aus der 32-Bit-Welt. Intel selbst bezeichnet seine Lösung ja auch als "Extended Memory 64 Technology" (EM64T) und sieht sie nur als Erweiterung seiner 32-Bit-Architektur. [von Nico Ernst]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Tim Cook: Apple traf geheime Absprache mit chinesischer Regierung
    Tim Cook
    Apple traf geheime Absprache mit chinesischer Regierung

    Tim Cook soll 2016 in China für Apple lobbyiert haben - der Deal soll 275 Milliarden US-Dollar wert sein. Öffentlich gemacht wurde die Absprache nicht.

  2. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  3. Funklochamt: Erstes Förderprojekt der MIG in Scheuers Wahlkreis
    Funklochamt
    Erstes Förderprojekt der MIG in Scheuers Wahlkreis

    Das Funklochamt MIG hat endlich ein Förderprojekt gefunden. Es ist ein besonderer Ort für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /