• IT-Karriere:
  • Services:

RTL, Pro Sieben und Sat1 bald nur verschlüsselt?

Verbraucherzentrale warnt vor Grundverschlüsselung von Kabelfernsehen

Die privaten Fernsehsender RTL, Pro Sieben und Sat1 könnten im Kabelnetz möglicherweise in Zukunft nicht mehr frei empfangbar sein, sondern nur noch verschlüsselt angeboten werden, warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die derzeit diskutierte Grundverschlüsselung in den Kabelnetzen verstößt nach Ansicht des vzbv gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

Artikel veröffentlicht am ,

Derzeit verhandeln die kommerziellen Rundfunkanbieter und der bundesweit größte Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) über die so genannte Grundverschlüsselung bisher frei empfangbarer TV-Programme. "Die Grundverschlüsselung verstößt gegen das im Rundfunkstaatsvertrag garantierte Prinzip der Vielfältigkeit und des ungehinderten Programmzugangs", warnt Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Der vzbv forderte Staatskanzleien und Medienaufsicht auf, der Grundverschlüsselung eine klare Absage zu erteilen.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Ulm
  2. Deloitte, Berlin

Derzeit sehe es so aus, als würden die Privatsender die von KDG geforderte Grundverschlüsselung akzeptieren, um im Gegenzug von den Kabelnetzbetreibern eine höhere Vergütung für die Einspeisung ihrer Programme zu erhalten. Als Begründung für diesen Schritt wird ein effektiveres Vorgehen gegen Schwarzseher angegeben, die Kabelfernsehen nutzen, ohne dafür an die Kabelgesellschaften zu zahlen.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben eine Grundverschlüsselung ihrer Digitalprogramme im Kabel bisher verhindern können.

Da die Kabelgebühren in den meisten Fällen jedoch automatisch über die Miete eingezogen werden, hält der Verbraucherzentrale Bundesverband dieses Argument für vorgeschoben. "Das legitime Interesse der Kabelbetreiber, Schwarznutzer besser ausmachen zu können, ist nur die halbe Wahrheit", so vzbv-Chefin Müller. "Tatsächlich geht es um den Einfluss der Kabelnetzbetreiber auf die angebotenen Programmpakete."

Darüber hinaus befürchtet der vzbv, dass die Verschlüsselung der Privatprogramme die Vorstufe eines generellen Übergangs interessanter Inhalte in das Bezahlsegment ist. Durch die Adressierbarkeit der Kabelboxen (via SmartCard) könnten die Netzbetreiber und, bei entsprechender Kooperation, auch die Programmanbieter die Kundendaten zudem für weitergehende Marketing- und Werbezwecke einsetzen und eventuell an Dritte veräußern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 899,00€ (Bestpreis!)
  2. 99,99€
  3. 91,99€ (Bestpreis!)
  4. (zu jedem Artikel aus der Aktion gibt es einen weiteren geschenkt)

Gadojo 09. Sep 2006

So etwas sollt Boykottiert werden, nur noch andere Sender anschauen, was wahrscheinlich...

Marc 1971 05. Sep 2006

na klar. Da werden sich die Öffentlich-Rechtlichen ja freuen. Ich zahle doch nicht für...

Nameless 18. Jun 2005

Frequenzen von RTL, ProSieben und Sat.1 bald endlich wieder frei?

Maik 18. Jun 2005

Dann muss mann halt nicht den ganzen Billigkrams kaufen. TV-Hersteller wie Metz oder...

Plotsch 17. Jun 2005

Man kann sich schon mit sinnvollen Dingen beschäftigen. z.B. Gartenarbeit oder...


Folgen Sie uns
       


Nubia Z20 - Test

Das Nubia Z20 hat sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite einen Bildschirm. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der Benutzung, wie sich Golem.de im Test angeschaut hat.

Nubia Z20 - Test Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test: Amazon hängt Google ab
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test
Amazon hängt Google ab

Amazon und Google haben ihre kompakten smarten Lautsprecher überarbeitet. Wir haben den Nest Mini mit dem neuen Echo Dot mit Uhr verglichen. Google hat es sichtlich schwer, konkurrenzfähig zu Amazon zu bleiben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Digitale Assistenten Amazon verkauft dreimal mehr smarte Lautsprecher als Google
  2. Googles Hardware-Chef Osterloh weist Besuch auf smarte Lautsprecher hin
  3. Telekom Smart Speaker im Test Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


      •  /