Microsofts Musik-Geschäft: Mit Xbox-Chef gegen iPod?

Robbie Bach erhält laut Wall Street Journal zusätzliche Aufgaben

Bisher steht Microsofts Geschäft mit der digitalen Musik im Schatten von Apples iTunes-Dienst und dem erfolgreichen iPod - trotz vieler Endgeräte, die Microsofts geschützte WMA-Audiodateien unterstützen. Um dies zu ändern, soll nun Microsoft-CEO Steve Ballmer laut eines Berichts den Wall Street Journal dem Chef der Xbox-Abteilung, Robbie Bach, zusätzlich die Steuerung der Musikstrategie des Konzerns übergeben haben.

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Die nicht genannten Insider erwarten laut WSJ, dass Bach damit die Autorität für den Aufbau eines auf digitale Musik spezialisierten Teams erhält und auch eine Reorganisierung der Produktgruppen sowie den Erwerb von Unternehmen durchführen darf. Dazu erhalte Bach - der weiter der Xbox-Abteilung vorstehe - eine zusätzliche Position als Co-Chairman eines Manager-Komitees zur Steuerung von Microsofts Consumer-Strategie.

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Als Sofortmaßnahme zur Unterstützung von Microsofts Musikgeschäft soll die Xbox nun laut WSJ zum Knotenpunkt für digitale Musik werden. Bisher kann die Xbox zwar Musik von CD rippen, aber eine Verbindung mit Musikplayern oder kostenpflichtige Musik-Downloads über Microsofts Online-Dienst Xbox Live gab es bisher nicht. Für die weltweit Ende 2005 kommende Xbox 360 hatte das Xbox-Team bereits in Aussicht gestellt, dass die Konsole von Hause aus Anbindung an den PC und andere Unterhaltungselektronik finden soll.

Anders als Microsofts Partner mit deren vielen verschiedenen MP3-Player-Marken und den verschiedenen unterstützten Dateiformaten konnte Apple seine iTunes-Plattform und den iPod als Lösung aus einer Hand anbieten sowie deren Marken zum Teil der Kultur machen. Ähnliches hat Microsoft im Bereich digitaler Unterhaltung - dank Robbie Bach - nur mit der Xbox geschafft, die zwar noch ein Verlustgeschäft für das Unternehmen ist, aber mittlerweile im Spielekonsolenbereich etabliert und sehr bekannt ist.

An Microsoft ist es nun, die Hersteller mehr dabei zu unterstützen, einfach zu bedienende, kompatible Geräte auf den Markt zu bringen. Dabei wolle das Microsoft-Management aber weiterhin seinem Ökosystem-Ansatz treu bleiben, so das Wall Street Journal, und sich nicht auf einen Partner beschränken. Ob man es so schaffen kann, iTunes und iPod Marktanteile abzuluchsen, bleibt abzuwarten. In Bezug auf Bachs ausgeweitete Verantwortung wollte Microsoft zu diesem Zeitpunkt gegenüber dem Wall Street Journal noch keine Kommentare abgeben.

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