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Kommt RIMs BlackBerry durch Patentstreit ins Wanken?

RIM hält Abschaltung des BlackBerry-Dienstes für ausgeschlossen. Seit Jahren liegt Research In Motion, Hersteller des BlackBerry, mit NTP im Streit um die Nutzung von Patenten. Nachdem kürzlich eine Einigung der beiden Unternehmen geplatzt ist, könnte NTP auf eine Abschaltung des drahtlosen E-Mail-Dienstes BlackBerry drängen, berichtet die New York Times.
/ Jens Ihlenfeld
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Eigentlich hatte sich RIM mit NTP geeinigt, wobei NTP 450 Millionen US-Dollar erhalten sollte, doch gibt es auf beiden Seiten unterschiedliche Auffassungen, was RIM für diesen Betrag erhalten soll. Während RIM davon ausging, eine zeitlich und inhaltlich unbegrenzte Lizenz zu erhalten, soll NTP die knappe Einigung anders interpretieren. Vor allem für seinen E-Mail-Dienst soll RIM demnach zusätzlich zahlen, heißt es in dem Bericht(öffnet im neuen Fenster) .

Die Tatsache, dass der Streit zwischen den Unternehmen wieder aufflammt, könnte für RIM ernsthafte Konsequenzen haben. NTP habe bereits früher angekündigt, in dem Fall, dass es zu keiner Einigung kommt, RIM den Verkauf und Betrieb des BlackBerry-Dienstes per einstweiliger Verfügung untersagen zu wollen. Noch sei eine Abschaltung des BlackBerry-Dienstes in den USA weit weg, so das Blatt weiter.

NTP selbst bietet keinen vergleichbaren Dienst an, das Unternehmen wurde gegründet, um die Patente eines seiner Gründer auszuwerten.

Für seine Nutzer sieht RIM-Chef James Balsillie keinen Grund zur Sorge. Selbst wenn NTP eine entsprechende Verfügung gegen RIM durchsetzen könnte, so habe RIM doch in den letzten Jahren eine separate Software entwickelt, gegen die NTP nichts in der Hand habe, so Balsillie gegenüber der New York Times.


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