Microsoft: Office-12-Format lässt sich leicht konvertieren

Weiterhin unbegründete Schuldzuweisungen von Microsoft gegen OASIS

In einem Weblog hat ein Word-Entwickler von Microsoft betont, dass es ein Leichtes sein wird, Konvertierungsroutinen zu schreiben, um Dateien vom Office-12-Format in das OpenDocument-Format zu übertragen, was selbstverständlich auch für den umgekehrten Weg gilt. Dies begründet er damit, dass beide Formate offen sind, was die Hoffnung nährt, dass Redmond tatsächlich kompletten Zugriff auf das kommende Office-Format gewährt.

Artikel veröffentlicht am ,

Brian Jones arbeitet als Programm-Manager im Word-Team und gab einige Erläuterungen zum neuen Office-Dateiformat bekannt, welches im kommenden Office-Paket von Microsoft eingesetzt wird. Es steht bereits fest, dass Microsoft in Office 12 ein Dateiformat verwendet, das auf XML setzt und komplett offen sein soll. In der Computerbranche gab es bisher allerdings Zweifel daran, wie weit die Offenlegung des Dateiformats gehen wird.

Stellenmarkt
  1. Client-Administratoren (m/w/d)
    Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
  2. Referent (m/w/d) für den Bereich Infomationstechnologie
    Katholisches Datenschutzzentrum, Dortmund
Detailsuche

Nach den Aussagen von Brian Jones wird es jedoch keine Beschränkungen bei der Offenlegung des Office-12-Formats geben. Denn er betont, dass es ein Leichtes sein wird, passende Konvertierungswerkzeuge zu programmieren, um Office-12-Dateien in das OpenDocument-Format oder OpenDocument-Daten in das Office-12-Format zu konvertieren. Damit dürften sich Befürchtungen zerstreuen, dass Microsoft möglicherweise nur Teile des neuen Dateiformats offen legt.

Brian Jones hat nach eigener Aussage zahlreiche Anfragen von Anwendern erhalten, aus welchen Gründen Microsoft nicht auf das OpenDocument-Format gesetzt und abermals etwas Eigenes entwickelt hat. In seiner fadenscheinigen Begründung orientiert sich Jones an dem, was bereits Jean Paoli, Senior Microsoft XML Architect, verlauten ließ.

Beide verkennen die Tatsache, dass Unternehmen bei der Entwicklung des Dateiformates OpenDocument aufgerufen waren, sich an der Spezifikation zu beteiligen. Microsoft zog es jedoch vor, nicht daran mitzuarbeiten und so natürlich nicht mitbestimmen konnte, welche Fähigkeiten OpenDocument abdecken wird. Stattdessen beklagt sich ein Microsoft-Mitarbeiter abermals, dass OpenDocument nicht alle Funktionen abdecken würde, welche die Office-Versionen von Microsoft benötigen, um auch abwärtskompatibel zu früheren Office-Versionen zu sein.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Diese Erklärung muss dann als Grund dafür herhalten, dass Microsoft ein eigenes Format entwickeln musste. Damit will Redmond offenbar den Eindruck erwecken, dass der Softwaregigant dazu gezwungen gewesen sei, ein eigenes Format zu verwenden. Stattdessen war es jedoch eine bewusste Entscheidung Microsofts, sich bei der Spezifikation von OpenDocument nicht zu beteiligen. Und somit war es auch eine bewusste Entscheidung aus Redmond, auch mit der kommenden Office-Version ein selbst entwickeltes Dateiformat zu verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jacke 02. Jan 2006

ich benutze aus prinzip(sei es klug oder net sei mal dahingestellt) möglicst keine M...

Nameless 18. Jun 2005

Dieser Firma namens Microsoft wünscht man einfach die Pleite! Besser noch heute als...

Nameless 18. Jun 2005

Hoffentlich geht dieses hinterhältige Verhalten von Microsoft nach hinten los!

mirco weichei 14. Jun 2005

gibt es schon die OASIS Plugins für die "alten" MS-Office? Wenn man jetzt schon anfängt...

Boemer 14. Jun 2005

Ich gibt dir recht, doch ist es interessant das ich immer ofter seiten sehe die unter IE...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /