Nvidia: SLI bald flexibler und auch unter Linux
Am 22. Juni 2005 sollen laut Nvidias Treiberexperte Ben de Waal mit dem ForceWare-Grafiktreiberpaket Release 75 aber erst einmal mehr SLI-Profile für Spiele und eine direkte Kontrolle der verschiedenen SLI-Modi hinzukommen. Die bestehenden Applikationsprofile können beim nächsten Treiber-Update auf Wunsch behalten oder durch neue von Nvidia ausgetauscht werden. SLI wird ab dieser Treibergeneration auch erstmals unter Linux nutzbar. Anfang Juli folgt dann ein Update, mit dem nun auch Nvidia eine bessere Kantenglättung dank SLI verspricht – bis zu 16x AA soll dann bei SLI-Gespannen möglich sein.
Im Herbst 2005 folgt schließlich mit der Release 80 das nächste große Grafiktreiber-Update von Nvidia. Damit soll SLI dann erstmals auch auf Grafikkarten verschiedener Hersteller laufen, Nvidia deaktiviert damit den Abgleich des Video-BIOS – und erlaubt erstmals auch das unabhängige Übertakten der einzelnen Karten im SLI-Gespann. Um sich von ATIs zwar vorgestellten, aber noch nicht erhältlichen SLI-Konkurrenten abzuheben, betonte Nvidia noch, dass bei ATIs Crossfire zwar das Mischen verschiedener X800/X850-Grafikchips möglich sei, dass jedoch die Zahl der aktiven Renderpipelines der Master-Karte auf die der Zweitkarte abgesenkt würde.
Im Rahmen einer Nvidia-Veranstaltung in San Francisco fragte ein Journalist danach, ob es dem Markt nicht besser tun würde, wenn es einen einheitlichen Standard für Grafikkarten-Gespanne geben würde. Nvidia gab daraufhin an, dass man sich freuen würde, ATI die SLI-Technik in Lizenz zur Verfügung zu stellen. Nvidias Gast Mark Rein, der auf der Veranstaltung für die Unreal Engine 3 und Unreal Tournament 2007 warb, drehte sich nach Nvidias Antwort in Richtung der versammelten Journalisten und rief zur allgemeinen Belustigung in den Raum: "I agree: ATI should use SLI" . Wie wahrscheinlich dies ist, mag sich jeder selbst ausmalen.