Nokia und Apple bringen KHTML aufs Handy
Der neue Browser setzt auf Apples WebCore und JavaScriptCore auf, der Basis von Apples Web-Browser Safari. Entsprechend hat Nokia mit Apple bei der Entwicklung zusammengearbeitet. Allerdings basiert WebCore wiederum auf der Rendering-Engine KHTML des KDE-Projekts und JavaScriptCore auf KJS, ebenfalls aus dem KDE-Web-Browser Konqueror.
Zwar gab es kürzlich einige Differenzen zwischen den KHTML-Entwicklern und Apple, beide Seiten sind aber in den vergangenen Wochen aufeinander zugegangen, um die eigene und die Zusammenarbeit zu fördern.
Auch künftig will Nokia mit Apple zusammenarbeiten, verspricht aber auch ein aktives Engagement in der Open-Source-Community, um die einzelnen Komponenten, auf denen der eigene Browser basiert, zu verbessern.
Mit dem eigenen Open-Source-Browser will Nokia auch anderen Lizenznehmern der Series 60 einen vollständigen Web-Browser anbieten, insbesondere im Hinblick auf die wachsenden Bandbreiten, die mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen.
Der neue Browser für die Series 60 soll allen Lizenznehmern als Standardapplikation ab dem ersten Halbjahr 2006 zur Verfügung stehen und alle Funktionen des bisherigen Series-60-Browsers zudem aber eine höhere Geschwindigkeit und neue Funktionen bieten. Bislang setzt Nokia hier auf Opera.
Ganz überraschend kam die Ankündigung indes nicht, schon im Oktober 2004 wurde bekannt, dass Nokia an einem Browser auf Basis von KHTML bzw. Apples WebCore arbeitet. Damals hatte Nokia mit Gtk+ WebCore eine Portierung der HTML-Rendering-Engine KHTML auf GTK veröffentlicht, die auf Apples WebCore aufsetzte. Nun findet KHTML aber auch den Weg aufs Handy.
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