BenQ-Chef : Marke Siemens läuft bei Handys im Herbst aus

Produktion in Deutschland lohnt nur für Top-Produkte

Nach der Übernahme der Siemens-Handy-Sparte durch den taiwanesischen Hersteller BenQ wird die Einzelmarke Siemens schneller verschwinden als erwartet. Er sagte in einem Interview mit dem Focus, dass Handys, die ausschließlich den Namen Siemens tragen, nur noch bis Ende September 2005 auf den Markt kommen.

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"Ab Oktober verkaufen wir neue Produkte mit dem Doppel-Logo 'BenQ Siemens' oder nur mit dem BenQ-Logo", kündigte BenQ-Chef Lee Kuen-Yao gegenüber dem Focus an. Als Teil der Übernahme erhielt BenQ eigentlich das Recht, die Einzelmarke Siemens 18 Monate lang zu nutzen.

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Eine Handy-Produktion in Deutschland lohnt sich nach Lees Worten nur für bestimmte Modelle. "Es ist sicher nicht gerechtfertigt, dort Geräte für das untere Marktsegment herzustellen", sagte Lee. Nur bei Top-Produkten gebe es genug Raum für "Made in Germany". "Es müssen Modelle sein, die einen Ladenpreis um 200 oder 300 Euro erzielen", so Lee. Auf die Frage, ob sich die 2.000 Mitarbeiter zählende Siemens-Fabrik in Kamp-Lintfort (NRW) mit derart teuren Geräten auslasten lasse, sagte Lee: "Ich weiß es nicht. Wir haben das noch nicht ausreichend untersucht."

Als Hauptursache für die Probleme der Siemens-Handy-Sparte sieht Lee, "dass Entscheidungen nicht schnell und konsequent genug getroffen wurden". Gerade in der Konsumelektronik müsse man aber schnell reagieren können. "Ich bin überzeugt, dass die Sparte bei uns ein größeres Wachstumspotenzial besitzt als bei Siemens", so Lee.

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