BenQ-Chef : Marke Siemens läuft bei Handys im Herbst aus
"Ab Oktober verkaufen wir neue Produkte mit dem Doppel-Logo 'BenQ Siemens' oder nur mit dem BenQ-Logo" , kündigte BenQ-Chef Lee Kuen-Yao gegenüber dem Focus an. Als Teil der Übernahme erhielt BenQ eigentlich das Recht, die Einzelmarke Siemens 18 Monate lang zu nutzen.
Eine Handy-Produktion in Deutschland lohnt sich nach Lees Worten nur für bestimmte Modelle. "Es ist sicher nicht gerechtfertigt, dort Geräte für das untere Marktsegment herzustellen" , sagte Lee. Nur bei Top-Produkten gebe es genug Raum für "Made in Germany". "Es müssen Modelle sein, die einen Ladenpreis um 200 oder 300 Euro erzielen" , so Lee. Auf die Frage, ob sich die 2.000 Mitarbeiter zählende Siemens-Fabrik in Kamp-Lintfort (NRW) mit derart teuren Geräten auslasten lasse, sagte Lee: "Ich weiß es nicht. Wir haben das noch nicht ausreichend untersucht."
Als Hauptursache für die Probleme der Siemens-Handy-Sparte sieht Lee, "dass Entscheidungen nicht schnell und konsequent genug getroffen wurden" . Gerade in der Konsumelektronik müsse man aber schnell reagieren können. "Ich bin überzeugt, dass die Sparte bei uns ein größeres Wachstumspotenzial besitzt als bei Siemens" , so Lee.