Plattner gründet Inkubator für IT-Firmen

SAP-Mitbegründer ruft zu Innovationsoffensive auf

Auf einem "Forum für Entrepreneurship" hat SAP-Mitgründer Prof. Hasso Plattner zu einer gesamtgesellschaftlichen Innovationsoffensive in Deutschland aufgerufen. Vor 250 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kündigte er als Eigenbeitrag zu dieser Offensive ein Gründerzentrum für junge und natürlich Erfolg versprechende Informationstechnologie-Firmen an.

Artikel veröffentlicht am ,

Es soll seinen Sitz neben dem Potsdamer Hasso-Plattner-Institut haben. Kern des neuen Gründerzentrums ist ein so genannter Inkubator. IT-Unternehmen, die in diesen "Firmen-Brutkasten" aufgenommen werden, stellt ein mit gut 50 Millionen Euro ausgestatteter Fonds Wagniskapital bereit, so Plattner.

Stellenmarkt
  1. IT Security Spezialist (m/w/d)
    BAHAG AG, Mannheim
  2. Security Manager Analyse und Konzeption (w/m/d)
    EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
Detailsuche

Plattner leitet die Einrichtung "Hasso Plattner Ventures" zusammen mit Eran Davidson, einem israelischen Venture-Capital- und Inkubator-Spezialisten. In dem Gründerzentrum sollen Firmengründer unter Anleitung von Beratern und mit Unterstützung durch Wagniskapital softwarebasierte Produktideen entwickeln und marktreif machen. Plattner legt für das Projekt einen Fonds auf, von dessen Kapitalausstattung mit über 50 Millionen Euro er mindestens die Hälfte beisteuern will. Weitere Investoren können sich mit mindestens jeweils fünf Millionen Euro engagieren.

Plattner sagte in Potsdam: "Wir müssen den Unternehmergeist in Deutschland wieder beleben". Er sprach sich dafür aus, künftig jährlich mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich für die Förderung von Firmengründungen zu investieren. Der Staat solle jährlich 250 Millionen und die DAX-30-Unternehmen sowie die vermögendsten Deutschen jeweils zehn Millionen Euro beisteuern. Wie das geschehen und wie der Staat dies finanzieren soll, ließ er offen.

Jährlich sollen fünf Start-up-Firmen in den Inkubator aufgenommen werden. Sie müssen dort ihren Firmensitz ansiedeln und eine "road map" für die künftige Entwicklung verfolgen. Maximal vier Millionen Euro sollen jeweils in die Firmenprojekte investiert werden. Im Gegenzug übertragen die Jungunternehmer Firmenanteile.

Deutschland verfügt zwar über zahlreiche junge Talente, die eine Firma gründen möchten, aber sie haben offenbar Schwierigkeiten, an Geld zu kommen. Dem Focus liegt eine Studie des Hasso-Plattner-Instituts vor, wonach innovative Unternehmer vor allem in der Gründungsphase kaum Wagniskapital erhalten. Die Studie kritisiert, dass risikobereite Investoren fehlen. So bekamen im vergangenen Jahr 26 Start-up-Firmen 22 Millionen Euro. Im Jahr 2000 dagegen, der Zeit des Technologie-Booms, wurden 272 Unternehmen mit 388 Millionen Euro unterstützt. Das meiste Geld fließt in die Bereiche Biotechnologie, Software und Telekommunikation.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Von Cubesats zu Disksats
Satelliten als fliegende Scheiben

Leichte und billige Satelliten, die auch zu Mond und Mars fliegen können: Aerospace Corp hat den neuen Standardformfaktor Disksats entwickelt.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Von Cubesats zu Disksats: Satelliten als fliegende Scheiben
Artikel
  1. Full Self Driving: Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen
    Full Self Driving
    Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen

    Die Testversion des Full-Self-Driving-Pakets sollen nur Tesla-Fahrer nutzen dürfen, deren Fahrverhalten einwandfrei ist.

  2. Umweltfreundlicher Sattelschlepper: Iveco und Nikola starten E-Lastwagen-Produktion in Ulm
    Umweltfreundlicher Sattelschlepper
    Iveco und Nikola starten E-Lastwagen-Produktion in Ulm

    Die Nikola-Zugmaschine Tre mit Elektroantrieb soll zunächst für den US-Markt gefertigt werden, später auch für Europa.

  3. Echtzeit-Strategie: Age of Empires 4 braucht nicht die schnellste Hardware
    Echtzeit-Strategie
    Age of Empires 4 braucht nicht die schnellste Hardware

    Die vollständigen Specs für den Technik-Test von Age of Empires 4 liegen vor. Spieler können ab heute Abend in die Historie eintauchen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance LPX DDR4-3200 16 GB 63,74€ und 32 GB 108,79€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€, Kingston KC2500 2 TB 181,89€ und Recaro Exo Platinum 855,99€) • Breaking Deals mit Club-Rabatten • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ • iPhone 13 vorbestellbar [Werbung]
    •  /