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Erste Benchmarks von Apples Intel-Macs

Erste Benchmarks zeigen Geschwindigkeit von PowerPC-Binaries auf Intel-Systemen. Nachdem bekannt wurde, dass Apple auf Intel-Prozessoren umschwenkt, stellt sich für viele die Frage nach der zu erwartenden Leistung, kommunizierte Apple doch bisher die Überlegenheit der PowerPC-Prozessoren. Zudem sind viele Applikationen auf die Befehlssatz-Erweiterung AltiVec optimiert. Erste von Think Secret veröffentlichte Benchmarks geben zumindest Anhaltspunkte über die Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklungssysteme.
/ Jens Ihlenfeld
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Die oft gut informierte Gerüchteseite Think Secret veröffentlichte(öffnet im neuen Fenster) erste Benchmarks von Intel-Macs, welche allerdings auf den aktuellen Entwicklersystemen entstanden, die sich von den zu erwartenden Intel-Macs im kommenden Jahr wohl deutlich unterscheiden werden.

Während in den Entwicklersystemen ein Pentium 4 mit 3,6 GHz zum Einsatz kommt, dürften in den ersten Intel-Macs wohl Dual-Core-Prozessoren in 65-Nanometer-Technik stecken. In Desktop-Systemen könnte es sich um Conroe handeln, während in PowerBooks wohl Yonah zum Einsatz kommen dürfte.

Die von Think Secret veröffentlichten XBench-Ergebnisse wurden mit einem Entwicklungssystem gemacht, obwohl Apple es den Entwicklern ausdrücklich untersagt, entsprechende Benchmarks zu veröffentlichen.

Die Ergebnisse geben einen Hinweis darauf, wie schnell Applikationen laufen, die für den PowerPC kompiliert wurden und jetzt unter dem PowerPC-Emulator Rosetta laufen. Wie zu erwarten war, unterliegt der Pentium 4 mit 3,6 GHz dem Dual-G5-System. Das Gesamtergebnis von 65 bis 70 XBench-Punkten liegt deutlich unter dem, was ein Dual-G5 zu leisten vermag. Dieser kommt mit 2 GHz auf mehr als 200 Punkte, wie man der XBench-Website(öffnet im neuen Fenster) entnehmen kann.

Auch wenn der Vergleich hinkt, schlägt sich der Emulator in einzelnen Disziplinen recht gut. So erreicht der GCD-Loop-CPU-Test gut 110 Punkte, verglichen mit 140 Punkten bei einem Dual-G5-System mit 2,5 GHz. In anderen Bereichen schlägt der PowerPC den Emulierten aber sehr deutlich, wie der Interface-Test zeigt, bei dem der Intel-Mac nur 125 Punkte erreicht, während der G5 auf 380 Punkte kommt.

Komplett unberücksichtigt bleiben dabei Programme, welche die so genannten "Fat-Binaries" nutzen, also gleichermaßen nativ unter dem PowerPC und einem Pentium laufen. Auch ist zu erwarten, dass der Emulator Rosetta noch einige Optimierungen erfährt, bis erste Intel-Macs in die Läden kommen.

Daher bleiben die Benchmarks weitestgehend ohne Aussagekraft. Eine direkte Gegenüberstellung der Ergebnisse zwischen einem Dual-G5 und dem Entwicklungssystem liefert MacRumors in einem jetzt veröffentlichten Screenshot(öffnet im neuen Fenster). Hier sind vor allem die Grafikkarten-Benchmarks wenig aussagekräftig, da die Grafikkarte des Entwicklungssystems nicht bekannt ist.

Über den PowerPC-Emulator Rosetta wurden derweil weitere Details bekannt. Das Gerüchteportal MacRumors vermeldet(öffnet im neuen Fenster), dass es keine Classic-Umgebung für Programme vor der Zeit von MacOS X geben wird. Eine Unterstützung von MacOS-9-Programmen hat bei Apple auch keine hohe Priorität. Zudem scheint der Emulator bisher keine Unterstützung für die AltiVec-Einheit der PowerPC-Prozessoren zu haben.

Für Nutzer von Windows will Apple den Angaben von MacRumors zufolge eine Dual-Boot-Konfiguration zumindest nicht verhindern. [von Andreas Sebayang]


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