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Interview: Freie Software neigt zu Qualitätsproblemen

Golem.de: Inwiefern können Probleme entstehen, wenn einzelne Entwickler direkt für ihre Arbeit am Projekt bezahlt werden?

Michlmayr: Ich befasse mich in meiner Forschung primär mit Freiwilligen, da die Koordination von Freiwilligen eine große Herausforderung ist, die mich interessiert und da ich selbst als Freiwilliger in einigen Projekten aktiv bin.

Durch den Erfolg von freier Software und Open Source gibt es jedoch vermehrt bezahlte Entwickler. Das hat gute und schlechte Seiten: Auf der einen Seite führt es bestimmt zu mehr freier Software, auf der anderen Seite ist es jedoch möglich, dass die bezahlten Entwickler nicht die gleiche Motivation wie die Freiwilligen zeigen und das negative Auswirkungen auf die Qualität der Software hat.

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Golem.de: Du hast dich auch mit den kritischen Erfolgsfaktoren freier Softwareprojekte auseinander gesetzt und dabei vor allem den Übergang von einer kleinen Startgruppe zu einer größeren Entwicklergemeinschaft als kritischen Punkt identifiziert. Welchen Herausforderungen müssen sich Projekte konkret stellen, um diese Phase erfolgreich zu meistern?

Michlmayr: Raymonds Artikel "The Cathedral and the Bazaar" wird oft als das Modell von Open Source dargestellt. In Wirklichkeit befinden sich jedoch nur eine geringe Anzahl von Projekten im Bazaar, in dem Patches von einer großen Anzahl von Freiwilligen beigesteuert und überprüft werden. Viele Projekte haben jedoch nur einen Entwickler oder ein kleines Team - keine Tausende von Leuten, die Patches beitragen.

Diese Projekte würden natürlich von mehr Freiwilligen profitieren, doch zuerst ist eine Migration von der Cathedral zum Bazaar erforderlich. Diese Migration benötigt große Veränderungen im Management des Projekts, da man das Projekt plötzlich öffnen und Beiträge von anderen akzeptieren muss. Ich glaube jedoch, dass viele Leute, die ein Projekt starten, zwar gute Entwickler sind, aber schlechte Manager abgeben und somit verhindern, dass ein großer Bazaar entsteht.

Martin Michlmayr ist seit rund zehn Jahren an diversen freien Softwareprojekten beteiligt. Er koordinierte unter anderem das Projekt GNUstep und arbeitete als öffentlicher Direktor für Linux International. Seit 2000 gehört er dem Debian-Projekt an und leitete dieses von April 2003 bis April 2005 als "Debian Project Leader".

Er hat Philosophie und Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck sowie Software Engineering an der Universität Melbourne studiert und forscht im Rahmen seines PhD-Studiums am Centre for Technology Management der Universität Cambridge über das Thema Qualitäts-Management in freien Softwareprojekten. Im ersten Teil dieses Interviews sprach Michlmayer über Gegenwart und Zukunft des Debian-Projekts.

 Interview: Freie Software neigt zu Qualitätsproblemen

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Urs 24. Okt 2005

hallo zusammen. Es gibt da so ein Bild, indem eine Information versteckt sein soll. Ich...

Kimi 12. Jun 2005

Sehe ich genauso. Ein Mercedes ist zwar auch teurer, als ein Daihatsu aber dafür auch...

Nameless 11. Jun 2005

Ob der schon mal Microsoft-Produkte 'analysiert' hat? Bestimmt nicht! Deswegen gilt: Der...

sono 10. Jun 2005

Der Junge hat definitiv recht. Er redet über Probleme vor denen andere die Augen...

Melanchtor 10. Jun 2005

Du weist, was S, CNR bedeutet?


mycroglia.de / 09. Jun 2005



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