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IMHO: Hallo Apple, willkommen in der Wirklichkeit!

Dank der Musiksparte geht es Apple so gut wie nie zuvor, und so ist der Umstieg auf eine zukunftsträchtige Prozessor-Architektur genau jetzt möglich - denn er wird Apple nicht nur vor Probleme bei der Hardware stellen. Bei der Software ist die Situation noch viel kritischer. Zwar läuft schon das gesamte MacOS X, nicht nur der Darwin-Kern, auf einem PC, wie Jobs jetzt selbst demonstrierte. Aber die Vielzahl an Anwendungen, die für MacOS existiert, kennt nur PowerPCs - oder gar noch 68k-Code, der offiziell schon lange nicht mehr unterstützt wird. Doch gerade bei diesem Wechsel von 68k-Macs zu PowerMacs hat Apple gezeigt, dass es einen solchen Plattformwechsel bestehen kann. Die großen Softwarehersteller, allen voran Adobe, haben bereits weiterhin Support für PowerMacs und Intel-Macs versprochen. Die große Menge anderer, kleiner Softwarehäuser zu unterstützen, dürfte für Apple aber noch recht teuer werden.

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Dass Apple genau jetzt wechselt, mag aber noch einen anderen Grund haben. Schon seit Jahren bietet Apple Dual-Prozessor-Maschinen an. Im High-End-Bereich sind diese schon seit über einem Jahr unter Mac-Anwendern unverzichtbar - weil ein einzelner PowerPC nicht mehr schnell genug ist. MacOS und seine Anwendungen sind also bestens auf die Dual-Core-Zukunft der PCs vorbereietet, was noch lange nicht für alle Windows-Anwendungen gilt. Den Erklärungsbedarf der niedrigeren Taktfrequenzen und zum Teil auch niedrigeren Leistung neuer Windows-PCs mit alter Software hat Apple also zunächst einmal nicht.

Den direkten Vergleich mit Windows-Plattformen muss sich Apple aber nun auch endlich gefallen lassen. Das Argument, der Mac sei eben "anders" und vor allem viel benutzerfreundlicher, gilt nun nicht mehr - zumindest wenn es um die Hardware geht. Jeder kann in Zukunft einen anderen Prozessor einbauen und nachmessen. Apples eigene Benchmarks, die immer wieder zeigen sollten, dass der Mac trotz niedrigerem Takt schneller als ein PC ist, wurden in der IT-Branche oft nur noch belächelt. So nebenbei radiert Apple jetzt auch eine ganze Branche an Mac-Aufrüstern aus, die neue PowerPC-Prozessoren mit zum Teil aberwitzigen Adapter-Platinen in alte Macs pflanzten.

Die Wirklichkeit fängt für Apple da an, wo MacOS X und Windows auf der gleichen Hardware zeigen müssen, was sie können. Dass der PowerPC - Mitte der 90er-Jahre zumindest auf dem Papier eine echte Herausforderung für die x86-Architektur - im Endeffekt gescheitert ist, belegt Steve Jobs' Kritik an IBM. In seiner WWDC-Keynote bemängelte er, Big Blue habe nicht einmal die 3 GHz erreicht. Zwar gibt es - siehe Athlon64 und Pentium-M - auch Leistung ohne hohe Taktfrequenzen, doch ein hoher Takt macht auch das Marketing einfacher. Und das beherrscht Apple schon immer besser als ein Großteil der PC-Hersteller. Wie man aber den eingefleischten Mac-Anwendern, die stets auch um Exklusivität bemüht sind, in Zukunft noch die Preise eines PowerMac erklären soll, der auch nur ein PC ist - das wird Apples größte Herausforderung. [von Nico Ernst]

IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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Greystoke 06. Nov 2005

Du ruinierst Apples Image. Klauf dich besser Aldi-PC.

oldMACdonald 10. Jun 2005

Die Wahrheit ist doch die: Microsoft will kein Desktop-Windows auf Itanium. Und Apple...

oldMACdonald 10. Jun 2005

Saugen ist gut :-) zum Beispiel aus dem Internet. Ich erhöhe - auf 16 Cores ! Und ich...

Nico Ernst 09. Jun 2005

Arm ist ein Journalist fast immer ;-) , und ja, ich benutze vorwiegend PCs, wie auch im...

Kein Kostverächter 08. Jun 2005

Ja eben, so wird hier bei Golem ein Kommentar gekennzeichnet. Kommentare spiegeln die...


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