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ratDVD komprimiert komplette Film-DVDs fast verlustfrei

Neue Windows-Software speichert Film, Extras und DVD-Struktur in eigenem Format. Die neue DVD-Kopiersoftware ratDVD sichert vollständige Film-DVDs komprimiert in einer einzigen Datei, berücksichtigt dabei sämtliches Video- bzw. Audiomaterial und behält bei Dateigrößen zwischen 1 und 2 GByte die DVD-Struktur bei. Damit könnte ratDVD bei weniger legalen Film-Downloads schnell das beliebte DivX-Format ablösen, da die Ergebnisse deutlich kleiner als ein DVD-Image sind und dennoch die DVD-Struktur inklusive Menüs erhalten bleibt.
/ Christian Klaß
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Eine ratDVD-Kopie ist nach Angaben der Programmierer üblicherweise zwischen 1 und 2 GByte groß und lässt sich auf Windows-PCs mit Mediaplayer-Programmen wie Windows Media Player abspielen, sofern auf dem System ratDVD installiert wurde. Alternativ dient die Datei als Grundlage für die qualitativ originalgetreue Wiederherstellung auf DVD+/-R(W).

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Zur Komprimierung des Videomaterials greift ratDVD auf ein eigenes Kompressionsformat zurück, wobei die anonymen Programmierer angeben, dass sie sich vor dessen Entwicklung mit XViD und H.264 auseinander gesetzt hätten. Die voreingestellte, konstante Bitrate soll gewährleisten, dass das komprimierte Bild die Qualität des Originals erreicht. Vorhandenes LPCM- und AC3-5.1-Material wird in AC3 Virtual Surround transkodiert. Audiospuren im DTS-Format entfernt ratDVD in der Voreinstellung automatisch.

RatDVD ist darauf ausgelegt, Film-DVDs vollständig zu sichern. Optional kann der Anwender aber auch gezielt Bestandteile entfernen und so beispielsweise durch das Löschen nicht benötigter Tonspuren zusätzlich Speicherplatz sparen. Zudem ist es möglich, eigene Einstellungen für die Transkodierung von Video- und Audiomaterial vorzunehmen. Per CSS kopiergeschützte DVDs kann ratDVD selbst nicht verarbeiten.

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Die in Dänemark entwickelte kostenlose Software wurde für den Einsatz unter Windows XP geschrieben. An Umsetzungen für Linux, MacOS und umgebaute Xbox-Konsolen sind die Programmierer interessiert, zweifeln aber im Fall der Xbox die technische Machbarkeit derzeit an.

Anwenderberichte in den ratDVD-Foren von Afterdawn(öffnet im neuen Fenster) und CDFreaks.com(öffnet im neuen Fenster) spiegeln unterschiedliche Erfahrungen mit der ersten Programmversion wider. Bild- und Tonqualität liegen demzufolge auf dem versprochenen, hohen Niveau und sind je nach Film und ratDVD-Einstellungen tatsächlich mit dem Original vergleichbar. Auch mit technisch komplexen DVDs scheint die Software zurechtzukommen.

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Allerdings geht ratDVD den Forumsberichten nach recht gemächlich zu Werke und erreicht beispielsweise bei der Komprimierung auf einem AMD Sempron 2500+ mit 1,5 GByte RAM und Nvidia-GeForce-6600-GT-Grafikkarte nur 15 Frames pro Sekunde. Bei einem 90-minütigen Spielfilm entspricht dies einer Umwandlungszeit von knapp 2,5 Stunden.

Anwender, die mit anderen als den voreingestellten Qualitätseinstellungen arbeiten, berichten aber auch über Komprimierungszeiten von 6 Stunden und mehr sowie von Ergebnissen, die sich nicht abspielen lassen. Auch scheint die Wiederherstellung der Film-DVD vergleichbar viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Dennoch überwiegt ein positiver Grundtenor, der ratDVD eine große Zukunft als platzsparendes Format für die Archivierung von Film-DVDs und insbesondere für deren Austausch via Internet vorhersagt.

Die Vorteile für Freunde von (in der Regel illegalen) Film-Downloads liegen dabei auf der Hand. Bisherige Tools wie DVDShrink(öffnet im neuen Fenster), Nero Recode(öffnet im neuen Fenster) und Pinnacle InstantCopy(öffnet im neuen Fenster) verkleinerten Film-DVDs durch Transkodieren und/oder Entfernen einzelner Bestandteile, erreichten dabei aber im Hinblick auf den Speicherplatzbedarf keine mit ratDVD vergleichbaren Einspareffekte.

Stärker komprimierende Techniken wie DivX oder XViD hingegen bringen Filme zwar auf ähnlich kompakte Ausmaße, werfen dabei aber auch die DVD-Struktur mit über Bord. Insofern vereint ratDVD die Vorteile verschiedener Programme unter einer Haube und dürfte der Filmindustrie damit den Kampf gegen unerlaubte Filmkopien nicht eben erleichtern. [von Tim Kaufmann]


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