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Debian Sarge ist fertig

Freie Linux-Distribution Debian 3.1 erschienen. Lange hat es gedauert, viel länger als geplant, doch nun hat das Debian-Team nach rund drei Jahren seine freie Linux-Distribution Debian GNU/Linux in der Version 3.1 alias "Sarge" veröffentlicht. Das freie Betriebssystem läuft auf insgesamt elf Prozessor-Architekturen, enthält unter anderem die Desktop-Umgebungen KDE, GNOME und GNUstep, entspricht dem Filesystem Hierarchy Standard (FHS) 2.3 und unterstützt Software, die im Hinblick auf die Linux Standard Base (LSB) entwickelt wurde.
/ Jens Ihlenfeld
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Debian GNU/Linux 3.1 bringt den neuen "debian-installer" (d-i) mit, eine modulare Installationsroutine mit integrierter Hardware-Erkennung, die in 30 Sprachen zur Verfügung steht und auch den X-Server einrichtet. Zudem wurde das Task-Auswahl-System überarbeitet, das eine Paketauswahl für bestimmte Aufgaben mitbringt.

Das Konfigurationswerkzeug "debconf" wird von den meisten Paketen unterstützt, so dass diese darüber konfiguriert werden können. Damit soll die Handhabung der Distribution einfacher werden.

Anders als kommerzielle Linux-Distributionen unterstützt Debian ein große Zahl von Hardwareplattformen: Dazu zählen Motorola 68k (m68k), Sun Sparc (sparc), HP Alpha (alpha), Motorola/IBM PowerPC (powerpc), Intel IA-32 (i386) und IA-64 (ia64), HP PA-RISC (hppa), MIPS (mips, mipsel), ARM (arm) und IBM S/390 (s390).

Für all diese Architekturen steht ein umfassendes Software-Angebot bereit, darunter KDE 3.3, GNOME 2.8, OpenOffice.org 1.1.3, XFree86 4.3.0, GIMP 2.2.6, Mozilla 1.7.8, Galeon 1.3.20, Thunderbird 1.0.2, Firefox 1.0.4, PostgreSQL 7.4.7, MySQL 4.0.24 und 4.1.11a, GCC 3.3.5, Apache 1.3.33 und 2.0.54, Samba 3.0.14, Python 2.3.5 und 2.4.1 sowie Perl 5.8.4. Der Linux-Kernel wird in den Versionen 2.4.27 und 2.6.8 mitgeliefert.

Auch Verschlüsselungssoftware findet sich nun in der Hauptdistribution, beispielsweise werden OpenSSH und der GNU Privacy Guard in der Standardkonfiguration installiert und in den Web-Browsern, Web-Servern, Datenbanken und anderen Pakten eine starke Verschlüsselung genutzt. Der Bereich "non-US" wird damit überflüssig. Debian GNU/Linux 3.1 enthält auch die Arbeiten der Unter-Projekte Debian-Edu/Skolelinux, Debian-Med und Debian-Accessibility.

Insgesamt umfasst Debian GNU/Linux 3.1 rund 9.000 Pakete, die nun bevorzugt mit "aptitude" verwaltet werden, womit das Paketverwaltungswerkzeug "apt-get" abgelöst werden soll. Bestehende Installationen von Debian GNU/Linux 3.0 alias "Woody" lassen sich damit im laufenden Betrieb auf die neue Version aktualisieren.

Mit " debian-volatile(öffnet im neuen Fenster) " (engl. flüchtig, unbeständig) wird zudem ein neuer Dienst geboten, der es Benutzern erlauben soll, Pakete, die sich schnell ändernde Daten enthalten, leicht zu aktualisieren. Beispiele dafür wären die Signaturlisten von Virenscannern oder die Pattern-Sets von Spam-Filtern. Dabei soll sich "volatile.debian.net" ähnlich leicht benutzen lassen wie das Sicherheitsarchiv "security.debian.org".

Debian kann von diversen Medien installiert werden: von DVDs, CDs, Disketten, aus dem Netzwerk oder vom USB-Stick. Insgesamt umfasst Sarge je nach Architektur 13 bis 15 CDs.

Debian GNU/Linux 3.1(öffnet im neuen Fenster) alias Sarge steht ab sofort auf diversen Mirrors(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Eine umfassende Dokumentation der Neuerungen liefern die Release-Notes(öffnet im neuen Fenster) .


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