Spieletest: Monster Hunter - Jagd auf Dinos und Drachen
Ungewöhnliches Action-Spiel von Capcom für die PlayStation 2. Jagdspiele für PC und Konsole gibt es bereits so einige – meist dürfen hier vermeintliche Nachwuchsförster gegen schutzloses Rotwild auf die Pirsch gehen. Da stellt Monster Hunter von Capcom ein ganz anderes Kaliber dar: Die potenziellen Jagdopfer sind hier nämlich deutlich größer – und lassen den Jäger auch gerne mal zum Gejagten werden.
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Um es zu einem gefürchteten und angesehenen Meisterjäger zu bringen, müssen nach und nach diverse Kreaturen ganz unterschiedlicher Größe und Stärke bezwungen werden. Los geht es noch mit recht simplen Aufgaben – etwa der Jagd von Wildschweinen. Denen kann mit kleinen Handwaffen wie Messern zu Leibe gerückt werden, zudem sind sie für den Spieler nicht übermäßig gefährlich. Im weiteren Verlauf kommen aber zahlreiche andere Tiere auf die Tagesordnung; das reicht dann sogar bis hin zu riesigen Dinosauriern oder gar Drachen.
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Monster Hunter ist kein plumpes Action-Spiel, sondern verlangt auch einiges an Einsatzplanung und Denkarbeit. Denn ein Riesen-Dino lässt sich nun mal nicht so ohne weiteres in den eigenen Beutel packen; stattdessen will wohl überlegt sein, mit welchem Gerät man ihm zu Leibe rückt. Das Arsenal an möglichen Hieb- und Stichwerkzeugen ist groß, hinzu kommen nette Extras wie eine Armbrust oder gar Blendgranaten.
Nicht immer muss es auch direkt zum Kampf Mann gegen Bestie kommen; durch geschicktes Planen und Anpirschen ist auch der Aufbau eines Hinterhaltes und das damit verbundene Locken des bissigen Tierchens in eine Falle möglich.
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Während die sehr hübsch anzusehenden Landschaften durchstreift werden, sollte übrigens auch ein Blick auf Fauna und Flora geworfen werden, denn Rohstoffe, Kräuter und so einiges andere sind entweder dazu gut, die eigene Geldbörse, die Gesundheit oder sogar die Durchschlagskraft der eigenen Waffen aufzubessern.
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Für ein wenig Unmut sorgen die manchmal etwas hakelige Bedienung sowie vor allem die störrische Kamera – gerade in hektischen Kämpfen wird da öfter mal ein Fluch in Richtung Entwickler ausgestoßen. Sonst gibt es aber wenig zu kritisieren; sogar an einen Online-Multiplayer-Modus, in dem man zu viert gegen die alles andere als possierlichen Tierchen ausrücken kann, wurde gedacht.
Monster Hunter von Capcom ist exklusiv für die PlayStation 2 erhältlich. Die USK-Freigabe liegt bei zwölf Jahren.
Fazit: Monster Hunter ist sicherlich nicht das beste Action-Spiel, das einem die letzten Monate untergekommen ist, mit Sicherheit aber eines der ungewöhnlichsten – denn dieser Titel trumpft mit absolut innovativen Ideen auf: Mit dem typischen "Feind suchen und erschießen"-Muster gewinnt man hier keinen Blumentopf, jede Kreatur bietet eigene Verhaltensmuster auf und verlangt dem Spieler einiges an Taktik ab. Alleine für den Mut zur Innovation gehört den Entwicklern von Capcom größte Anerkennung; und Spaß macht das Ganze zudem die meiste Zeit auch noch.