Red Hat: Fedora soll eine unabhängige Stiftung werden

"Software Patent Commons" sollen Open Source schützen

Red Hat macht sich für eine Reform des Patentrechts stark, um so Innovationshemmnisse zu beseitigen. Stattdessen setzt Red Hat auf eine dreiteilige Urheberrechtsstrategie, die das freie Recht auf Innovation gewährleisten soll. Unter anderem soll das Fedora-Projekt dabei in eine Stiftung überführt und eine Art "Creative Commons" für Softwarepatente geschaffen werden.

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Patente seien nicht mit Innovation gleichzusetzen, erklärt Mark Webbink, Deputy General Counsel bei Red Hat in einem Vortrag auf dem Red Hat Summit: "Viel häufiger ist es umgekehrt - Innovation gibt es bestehenden Patenten zum Trotz. Was wir heute in der Software-Industrie beobachten, ist die Nutzung von Patenten zur Wahrung von Marktanteilen, auch dort, wo diese Marktanteile mit Hilfe wettbewerbswidriger Mittel erreicht wurden."

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Der erste Teil der von Webbink vorgestellten Strategie basiert auf den Aktivitäten des von Red Hat unterstützten freien Linux-Projekts Fedora. Red Hat will eine Fedora-Stiftung ins Leben rufen, um die Entwicklungsarbeit des Fedora-Projekts und das Urheberrecht an dem dazu beigetragenen Code an diese zu übertragen. Red Hat will aber weiterhin finanzielle und technische Unterstützung beisteuern. Mit der Stiftung hofft Red Hat, eine noch breitere Beteiligung der Community an Fedora-gesponserten Projekten sicherzustellen.

Das Patentrecht in den USA will Red Hat verändern, in Europa will man sich an Bemühungen beteiligen, über das Europäische Parlament eine Änderung der Richtlinie zur Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen herbeizuführen. Patentanträge sollen zudem einer genaueren Prüfung unterzogen werden, um eine höhere Qualität der Patente zu gewährleisten. Zudem sollen die Rechte Dritter ausgeweitet werden, wenn es um die Anfechtung fraglicher Patentanträge geht.

Der dritte Teil der Red-Hat-Strategie konzentriert sich auf den Schutz von Open Source durch die Schaffung so genannter "Software Patent Commons". Ähnlich wie die Creative Commons, die eine Zusammenarbeit durch das weit reichende Teilen von Urheberrechten fördert, sollen die "Software Patent Commons" künftig die freie Zusammenarbeit und den Gedankenaustausch unter Software-Entwicklern ermöglichen und dabei etwaige Bedenken wegen bestehender Patente reduzieren.

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