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Spieletest: Pac-Pix - Pac-Man zum Selbermalen

Innovative Spielidee für das Nintendo DS. Je länger das Nintendo DS auf dem Markt ist, umso mehr Entwickler gibt es, die die besonderen technischen Fähigkeiten des Gerätes auch zu nutzen wissen. Zu den besten Beispielen dafür gehört das jüngst veröffentlichte Pac-Pix, bei dem es sich nicht – wie man zunächst glauben könnte – einfach nur um einen schnöden Pac-Man-Klon handelt.
/ Thorsten Wiesner
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Zwar spielt auch hier der runde gelbe Knubbel die Hauptrolle, zudem müssen natürlich wieder Geister gefressen werden. Die Art und Weise, wie das geschieht, ist aber sehr ungewöhnlich: Um die Bösewichter dingfest zu machen, muss selbst Hand an den Stylus gelegt werden – um so dann Pac-Mans zu zeichnen, die sich über die Gespenster hermachen.

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Der untere Touchscreen stellt dabei eine Art Käfig dar, in dem sich die Geister bewegen. Durch simples Zeichnen eines Pac-Mans – zunächst den Mund, dann den Körper, aber alles in einem Zug – wird ein Pac-Man auf dem Screen platziert, der dann sofort automatisch in die Richtung losläuft, in die der Mund zeigt und alle Geister auf dem Weg auffuttert. Ist der Pac-Man am Bildschirmrand angekommen, läuft er praktisch aus dem Bild und ist verloren, was allerdings auf diverse Art und Weise verhindert werden kann. So ist es möglich, ihm direkt eine Wand vor die Nase zu setzen – dann wird die Bewegungsrichtung um 90 Grad geändert. Oder man hält den Pac-Man per Druck des Stylus auf seinen Körper fest – und zieht ihn dann ein Stückchen entgegen der Bewegungsrichtung zurück.

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Wie gut die eigenen Zeichenkünste sind, ist übrigens nicht weiter wichtig, auch ovale oder anders krumm aussehende Pac-Mans mampfen sofort drauf los; wichtig ist also wirklich nur, dass die Zeichenbewegung dem korrekten Muster folgt. Große Pac-Mans sind übrigens langsamer unterwegs, dafür fressen sie mehr; wer kleine Charaktere zeichnet, darf sich dafür über eine höhere Geschwindigkeit freuen. Insgesamt können übrigens pro Screen bis zu drei Pac-Mans gezeichnet werden – jedenfalls so lange die jeweilige Level-Beschränkung das noch hergibt. Die Anzahl der Gesamt-Pac-Mans ist pro Level von vorneherein festgelegt; wer es nicht schafft, damit alle Geister aufzuessen, muss das jeweilige Kapitel von vorne beginnen.

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Für Abwechslung sorgen ein paar Boss-Kämpfe sowie zusätzliche Objekte, die im Spielverlauf gezeichnet werden können. Einerseits gibt es Pfeile, mit denen in späteren Levels auch Objekte auf dem oberen Screen "erledigt" werden können – man zeichnet sie also unten auf dem Pad und sie machen sich auf dem Weg in den oberen Screen. Und dann gibt es noch Bomben, die ebenfalls per simpler Geste gemalt und dann durch Anhängen einer Zündschnur zum Explodieren gebracht werden.

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Optisch und akustisch bietet Pac-Pix wenig Besonderes, das Spiel verlässt sich mehr auf sein innovatives Konzept. Eben das schafft es allerdings nicht, auch auf wirklich längere Zeit zu motivieren – nach den ersten sehr faszinierenden Spielstunden wird leider nur zu offensichtlich, dass die Entwickler kaum Ideen hatten, wie sich das Ganze auf Dauer abwechslungsreich gestalten lassen kann.

Pac-Pix ist exklusiv für das Nintendo DS erhältlich und kostet im Handel etwa 35,- Euro.

Fazit:
Pac-Pix hat leider das gleiche Problem wie schon einige andere Nintendo-DS-Spiele zuvor: Die Spielidee ist genial, in den ersten Minuten ist man förmlich geplättet, wie einfach und gut das Zeichnen von Pac-Mans gelingt. Mit der Zeit wird das Ganze aber schnell zu monoton und repetitiv – die Entwickler lassen es leider an Einfällen mangeln, die auch nach den ersten tollen Stunden noch fesseln können. Eine tolle Tech-Demo zum Angeben ist Pac-Pix allemal, ob das den Preis von 35,- Euro rechtfertigt, muss aber wohl jeder selbst entscheiden.


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