Intel dementiert: Kein DRM im 945-Chipsatz

Australischer Intel-Mitarbeiter sei falsch zitiert worden

Seit Freitag verbreitet sich im Web die Meldung, Intel habe spezielle Funktionen für "Digital Rights Management" bei digitalen Medien in seine neuen 945-Chipsätze integriert. Gegenüber Golem.de hat der Hersteller dies nun dementiert.

Artikel veröffentlicht am ,

"Es gibt keine neuen Funktionen für DRM in diesem Chipsatz", sagte Intel-Sprecher Christian Anderka gegenüber Golem.de. Er dementierte damit einen Bericht des britischen Magazins Digit, das in seiner Online-Ausgabe einen australischen Intel-Mitarbeiter zitiert. Demnach "helfe der neue Chipsatz, Microsofts DRM einzusetzen." Anderka wies aber darauf hin, dass so genannte "Trusted Platform Modules" (TPM) nach den Spezifikationen der Trusted Computing Group (TCG) mit dem 945-Chipsatz verbunden werden könnten. Dies sei aber keine neue Funktion, sondern auch bei älteren Intel-Produkten möglich.

Stellenmarkt
  1. Informatiker/in (FH-Diplom / Bachelor / Fachinformatiker/in [m/w/d])
    Zentrum Bayern Familie und Soziales Dienststelle Zentrale Personalmanagement, Bayreuth
  2. Software Tester (m/w/d)
    GVV Versicherungen, Köln
Detailsuche

Der Intel-Sprecher wies darauf hin, dass es nicht Politik des Unternehmens sei, Funktionen "heimlich" einzuführen. Dennoch gäbe es gelegentlich Technologien wie HyperThreading, die erst später freigeschaltet werde. Das sei aber bei irgendwelchen DRM-Funktionen ausdrücklich nicht der Fall. Sie existieren laut Anderka in den 945-Chipsätzen nicht.

Dass Intel nun in Verdacht gerät, quasi durch die Hintertür DRM in seine Produkte einzubauen, verwundert nicht. Der Chip-Gigant arbeitet seit über einem Jahr zusammen mit Hollywood-Studios am sicheren Protokoll "DCTP/IP", das bei Internetübertragungen durch Verschlüsselung und Zugriffsschutz das Rechtemanagement wahren soll. Damit sollen theoretisch auch gestreamte Filmpremieren zu Hause möglich sein. Auch bei den ersten Spezifikationen für das Konsortium TCPA, das inzwischen als TCG bekannt ist, war Intel zusammen mit Microsoft federführend.

Intel selbst liefert zudem auch 945er-Boards mit TPMs. Dazu zählen etwa das Micro-ATX-Board D945GTPLKR und das ATX-Board D945GNTLKR. Das Kürzel "TP" in der Produktbezeichnung ist damit kein sicherer Hinweis auf das TPM. [von Nico Ernst]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plattfuss 11. Apr 2006

Unterschätze den Verbraucher nicht....... Das wird eh an die breite Öffendlichkeit...

ITler 31. Mai 2005

In folgenden Beitraegen zu den CERT-Workshops des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) wird...

Kai F. Lahmann 31. Mai 2005

das intel hier und da schon länger TPM-Chips anbietet, diese mit DRM kaum etwas zu tun...

Lala 31. Mai 2005

Tjaaaa... nur dumm, wenn notwendige Programme nicht ohne laufen.. ;) Das könnte in 2...

McClean 31. Mai 2005

Ist auch tot....



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test
Sonys Glaskolben-Lampe rockt

Sonys neuer Bluetooth-Lautsprecher unterstützt Musik mit stimmungsvoller Beleuchtung - ein ungewöhnliches Gerät mit nur wenigen Schwächen.
Ein Test von Ingo Pakalski

Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test: Sonys Glaskolben-Lampe rockt
Artikel
  1. Bundestagswahl: Bitte nicht in Jamaika landen!
    Bundestagswahl
    Bitte nicht in Jamaika landen!

    Ampel oder Jamaika: Grüne und FDP müssen sich nach der Bundestagswahl für eine der beiden Koalitionsoptionen entscheiden. Das sollte ihnen leichtfallen.
    Ein IMHO von Friedhelm Greis

  2. Chrome: Google soll Probleme mit Inkognito-Modus ignoriert haben
    Chrome
    Google soll Probleme mit Inkognito-Modus ignoriert haben

    Google verfolgt Chrome-Nutzer angeblich auch im Inkognito-Modus. Gerichtsdokumente zeigen, dass Google die Probleme offenbar bewusst waren.

  3. Medion Erazer Hunter X20: Aldi-PC mit Geforce RTX 3080 und Windows 11
    Medion Erazer Hunter X20
    Aldi-PC mit Geforce RTX 3080 und Windows 11

    Der Erazer Hunter X20 nutzt einen wassergekühlten Prozessor und eine schnelle NVMe-SSD. Der Aldi-PC steckt in einem Inwin-Gehäuse.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /