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Antidiskriminierungsgesetz für Linux?

Freie Software soll bei gleicher Eignung den Vorzug erhalten

In einem Gastvortrag auf den Linuxwochen Wien forderte Markus Beckedahl, Vorstand des Netzwerk Neue Medien, eine Art Antidiskriminierungsgesetz für Linux. In Anlehnung an die Frauenförderung soll freie Software bei gleicher Eignung vorgezogen werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Beckedahl kritisiert die aktuelle Förderung von Open Source als ein Hangeln von einer Maßnahme zur nächsten, ohne dass eine Gesamtstrategie verfolgt werde. Es müsse ein politischer Wille erkennbar sein, um Open Source als Plus für den deutschen (europäischen) Standort zu sehen. Die Tatsache, dass sehr viele Entwickler freier Software aus Deutschland kommen, müsse als Chance begriffen werden. Vor allem in Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen solle verstärkt auf freie Software zurückgegriffen werden, um die Wissenschaft und den Forschernachwuchs auf den Paradigmenwechsel durch Open Source vorzubereiten.

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Im Beschaffunsgprozess müsse freie Software in der Auswahl berücksichtigt und nicht diskriminiert werden, so Beckedahl, der entsprechend einen Minderheitenschutz fordert. Eine Marktregulierung will Beckedahl darin nicht sehen, sondern vielmehr das Anheizen des Marktes: "Bei gleicher Eignung der Softwarelösung muss freie Software bevorzugt werden", so Beckedahl weiter.

Entsprechend soll es Behörden erlaubt werden, freie Software zu publizieren - bislang gelte dies als unerlaubter Eingriff in den Markt. Nach Ansicht von Beckedahl sollte der Staat aber ein Interesse daran haben, "dass öffentlich finanzierte Software freie Software sein muss".

Um das bestehende Monopol abzubauen, schlägt er eine IT-Regulierungsbehörde vor, die den Wettbewerb stärken soll.

Allerdings geht es Beckedahl nicht primär um ein neues Gesetz, sondern vielmehr darum, eine Diskussion darüber anzustoßen, wie freie Software gefördert werden könnte: "Dafür braucht es natürlich kein überspitzt formuliertes Antidiskriminierungsgesetz, wenn es auch anders geht", so Beckedahl gegenüber Golem.de. "Die öffentliche Hand hätte hier die Chance, beispielsweise durch das Beschaffungsrecht eine Antidiskriminierung freier Software und offener Standards real zu verwirklichen."

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Michael - alt 02. Jun 2005

Ach Flo, Du bist scheinbar schon ein kleiner armer Irrer. Das ist hier ein...

fischkuchen 31. Mai 2005

:)

Wayne Static 31. Mai 2005

"Bei gleicher Eignung der Softwarelösung muss feie Software bevorzugt werden" das sollte...

Wurmi 31. Mai 2005

Eh allder... ist heute fassenacht ? Ich lieg' schon unterm Tisch und lach mich schief...

Dor Dicke 31. Mai 2005

Nur mal als Einwand: Freie Software heisst nicht sofort kostenlose Software. Das könnt...


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