Tabbed Browsing: Internet Explorer 7 bringt keine Innovation
Die Tabbed-Browsing-Funktion wird in der in diesem Sommer erwarteten ersten Beta vom Internet Explorer 7 standardmäßig aktiviert sein, berichtet(öffnet im neuen Fenster) Tony Schreiner, einer der Entwickler des neuen Microsoft-Browsers. Der Nutzer wird aber die Möglichkeit haben, Tabbed-Browsing bei Bedarf abzuschalten, so dass sich der kommende Internet Explorer wie die Vorversion verhält.
Jedes Tab arbeitet dabei in einem einzelnen Thread, was den Browser schneller machen soll, aber auch mehr Ressourcen verbrauchen wird. Der Internet Explorer 7 erhält wie auch Firefox eine zentrale Adresszeile, deren Inhalt sich ändert, sobald zwischen den Tabs gewechselt wird. Auch die Navigationselemente für die Webseite residieren wie bei Firefox außerhalb der Tabs.
Microsoft wird also nicht das Bedienkonzept von Opera übernehmen, das in jedem Browser-Fenster Navigationselemente sowie eine eigene Adressleiste einbindet. Toolbars oder andere Erweiterungen für den Internet Explorer 7 will Microsoft jedoch im Unterschied zur Adresszeile innerhalb der Tabs einfügen. Nach Aussage von Microsoft hat man sich für die Art der Tabbed-Browsing-Implementierung entschieden, um die Kompatibilität etwa mit Erweiterungen zu gewährleisten.
Auch bei der Bedienung der Tabbed-Browsing-Funktion bringt der Internet Explorer 7 nichts Neues. Ein Klick der mittleren Maustaste öffnet einen Link in einem neuen Tab, was auch dann gilt, wenn man beim Klick mit der linken Maustaste die Strg-Taste niederdrückt. Zwischen den einzelnen Tabs wird man zudem wahlweise per Tastatur oder Maus wechseln können. Außerdem gibt Microsoft an, dass sich Tabs wahlweise im Vorder- oder Hintergrund öffnen, aber verrät nicht, wie ein Wechsel zwischen den beiden Optionen vollzogen wird.
Nach den Erläuterungen von Tony Schreiner wird die Tabbed-Browsing-Funktion vom Internet Explorer 7 dem Browser-Markt also keinerlei neuen Impulse bringen. Stattdessen übernimmt Microsoft die Tabbed-Browsing-Funktionen, wie man sie aus Firefox in der Standardeinstellung sowie ohne installierte Erweiterungen kennt und verzichtet auf die Möglichkeit, die aus Opera bekannten Fähigkeiten zu nutzen.
Denn während Popup-Fenster aus Webseiten heraus in Firefox verwirrenderweise schon mal eine neue Browser-Instanz anstatt ein neues Tab-Fenster öffnen, verhält sich Opera hier grundsätzlich anders: In Opera ist es anderen Webseiten nicht möglich, eine neue Browser-Instanz zu starten, so dass alle Webseiten immer innerhalb einer Instanz bleiben. Der norwegische Browser unterstützt zwar mehrere Browser-Instanzen, eine neue Instanz kann aber nur vom Anwender aufgerufen werden. Zwischen den Browser-Instanzen können Opera-Anwender zudem Webseiten bequem austauschen, was bei Firefox nicht vorgesehen ist.
Noch ist vollkommen unklar, wie sich geöffnete Tab-Fenster innerhalb vom Internet Explorer 7 genau verwalten lassen. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich die geöffneten Tabs wie bei Opera innerhalb einer Tab-Leiste verschieben lassen, um die Reihenfolge der geöffneten Webseiten leicht verändern zu können. Auch wäre eine Option sinnvoll, über die man festlegt, an welcher Position sich abhängig vom Quellfenster ein neues Tab-Fenster öffnet.
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