Mobilfunk-Preise sollen um 30 Prozent fallen
Derzeit glauben drei Viertel der Entscheider deutscher Mobilfunkcarrier, die Kundschaft entscheide sich auf Grund der Bekanntheit der Marke und des Images. Nur zwei von fünf der durch Mummert befragten Fach- und Führungskräfte sind der Ansicht, die Kunden lassen sich vor allem mit günstigen Tarifen locken. In diese Lücke stoßen aber Discount-Anbieter wie Tchibo oder Schwarzfunk, die erfolgreich mit niedrigen Tarifen Marktanteile erobern, so das Ergebnis der aktuellen Studie "TELCO Trend" der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.
Rund 72 Millionen Nutzer zählen die deutschen Mobilfunkbetreiber im Januar 2005. Die neuen, virtuellen Netzbetreiber wie Tchibo heben mit ihren Niedrigpreiskonzepten aber erhebliche Potenziale und könnten die deutsche Mobilfunklandschaft tief greifend verändern, so Mummert.
Die Anbieter setzen weitestgehend auf niedrige Tarife oder bieten Angebote für spezielle Zielgruppen. Neben der Marke halten die Befragten vor allem die Netzabdeckung für einen Wechselgrund (70 Prozent). Nur 37,5 Prozent der Entscheider rechnen damit, dass sich der Kunde auf Grund der Preise und günstigen Tarife für einen anderen Anbieter entscheidet.
Während die großen Mobilfunkunternehmen den Markt aus ihrer Marktführerschaft beobachten und gegebenenfalls mit eigenen Billigmarken auf den Markt kommen, stellen die kleinen Betreiber ihre Netze gerne zur Verfügung. Die kleinen Mobilfunkcarrier wie O2 und E-Plus sehen in den virtuellen Netzbetreibern eine Chance, schneller zu wachsen. Die Netze sind schließlich vorhanden und jeder neue Nutzer hilft, die Infrastrukturen wirtschaftlicher zu betreiben.
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