Technisch enttäuschendes Spiel von Frogster. Während sich die Need-For-Speed-Reihe mit dem nächsten Teil von illegalen nächtlichen Straßenrennen und Tuning-Spielereien wieder größtenteils verabschiedet, reißt die Welle an NFS-Underground-Klonen (leider) weiterhin nicht ab. Ein weiterer ist seit kurzem unter dem Namen RPM Tuning im Handel erhältlich.
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Um es gleich vorwegzunehmen: RPM Tuning ist sein Geld nicht im Geringsten wert, auch wenn der Titel im Handel für gerade mal 20,- Euro den Besitzer wechselt und auch wenn die Entwickler ein paar gar nicht so schlechte Ideen hatten – etwa die, eine wirkliche Story einzubauen. In der Hauptkampagne gibt es somit eine Reihe von zwar extrem grobpixeligen, aber an sich gar nicht schlecht inszenierten und (englisch) synchronisierten Zwischensequenzen.
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Das eigentliche Dilemma beginnt aber, wenn – egal ob im Karriere-Modus, zum Cruisen oder für ein schnelles Rennen – die Kurse betreten werden. Zunächst steht die Fahrzeugauswahl an; und RPM Tuning bietet leider nur einen lächerlich kleinen Fuhrpark mit komplett nicht lizenzierten Fahrzeugen, die ihren Original-Vorbildern von BMW oder auch Ford allerdings sehr deutlich nachempfunden sind. Allerdings natürlich nur optisch – von unterschiedlichem Fahrgefühl kann hier nicht wirklich die Rede sein.
Sämtliche Fahrzeuge steuern sich extrem behäbig und schwammig; obwohl die diversen Stadtkurse recht großzügig bemessen sind, ist es daher zunächst gar nicht so einfach, die 54 Missionen zu bewältigen. Die Aufgaben an sich sind recht abwechslungsreich – das reicht von simplen Sprintpassagen über Kopf-an-Kopf-Duelle und Meisterschaften bis hin zu Transport- oder Verfolgungsjagden unter Zeitdruck. Zudem verhalten sich die Computerkonkurrenten stellenweise irritierend realistisch und weichen zum Beispiel auch mal auf den engen Bürgersteig aus, um einem Crash zu entgehen.
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Wirklicher Spielspaß stellt sich trotzdem zu keinem Zeitpunkt ein, was neben der behäbigen Fahrzeugkontrolle auch am mickrigen und extrem monotonen Motoren-Sound, vor allem aber an der sehr schwachen, detailarmen Grafik liegt. Hinzu kommt, dass es auch nicht wirklich motivierend ist, Geldbörse und eigenen Ruhm auszubauen – die Tuning-Optionen, die so freigeschaltet werden, sind recht rudimentär und haben zudem auch noch recht wenig Einfluss auf das Fahrverhalten.
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RPM Tuning ist für den PC, die Xbox und die PlayStation 2 erhältlich; zum Test lag uns allerdings nur die PC-Version vor, für die etwa 20,- Euro im Handel verlangt werden. Die Konsolen-Ports schlagen mit knapp 30,- Euro zu Buche. Eine PC-Demo findet sich bereits zum Download(öffnet im neuen Fenster) im Internet.
Fazit: Sicher, an ein Spiel, das nur 20,- Euro kostet, dürfen nicht dieselben Ansprüche wie an einen Vollpreistitel gestellt werden. Das Problem ist aber, dass RPM Tuning wegen der mageren Präsentation und der schlechten Fahrphysik bzw. der miesen Bedienung schlicht und ergreifend überhaupt keinen Spielspaß vermittelt – da ist man mit einem der zahlreichen älteren Need-For-Speed-Teile, die zu ähnlichen Preisen angeboten werden, deutlich besser bedient.