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Spieletest: Forza Motorsport - Gran Turismo für Xbox-Fahrer

Umfangreicher Rennspielhit von Microsoft. Für die Xbox gibt es eine ganze Reihe hervorragend aussehender und fantastisch spielbarer Rennspieltitel – allen voran natürlich Project Gotham Racing 2 und Rallysport Challenge 2. Eine standesgemäße Antwort auf Gran Turismo 4 fehlte allerdings – bis jetzt.
/ Thorsten Wiesner
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Forza Motorsport soll mehr oder weniger Microsofts Version der Gran-Turismo-Reihe darstellen, und alleine die Eckdaten klingen schon beeindruckend. So wartet das Programm mit über 230 Fahrzeugen von mehr als 60 Herstellern auf – darunter fast alle berühmten Namen wie Ferrari, Porsche, Nissan, Mercedes-Benz, Honda, Chevrolet, Mazda oder Dodge. Auch in Sachen Kurse gibt es nichts zu meckern – über 40 Schauplätze stehen zur Auswahl, vom Stadtkurs in Japan bis zum Hockenheimring ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Da sich Forza Motorsport als Simulation versteht, ist das Kontrollieren der Fahrzeuge zunächst mit einiger Einarbeitungszeit verbunden – jedes Auto verhält sich anders, wer mit den Eigenheiten nicht vertraut ist, wird kaum um die erste Kurve kommen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich allerdings sehr einfach an die eigenen Fähigkeiten anpassen: Zum einen können die diversen Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle deaktiviert werden, was ein Rennen auch für absolute Profis zu einer echten Herausforderung macht. Darüber hinaus gibt es aber auch eine "intelligente" Ideallinie – diese zeigt nicht nur den perfekten Weg an, sondern verfärbt sich auch entsprechend der eigenen Geschwindigkeit. Ist man zu schnell unterwegs, wird sie rot; bei einer grünen Markierung hingegen ist das jeweilige Tempo nahezu perfekt.

Forza Motorsport hat noch weitere Ideen implementiert, um sich von anderen Rennspielen zu unterscheiden. Zu nennen wäre da vor allem der "Drivatar". Dem Spieler steht die Möglichkeit frei, einem virtuellen Alter Ego die eigene Fahrweise beizubringen und ihn auf das eigene Fahrverhalten zu "trainieren". Danach kann dann zugeschaut werden, wie der Drivatar die Lehrgänge des Spielers in die Tat umsetzt – und dabei je nach vorherigem Spielertraining gut oder miserabel abschneidet.

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Rennerfolge bringen neue Fahrzeuge in die Garage (die sich bei Nichtgefallen auch sofort versilbern lassen), ermöglichen aber auch das Tuning der bereits vorhandenen Boliden. Auch hier wurden Originallizenzen erworben, so dass neue Stoßdämpfer oder Motoren von Firmen wie Bosch und Co. bereitstehen.

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Via Xbox Live bietet Forza Motorsport sehr umfangreiche Multiplayer-Optionen – neben Rennen gegen Teilnehmer aus aller Welt sind auch Gründungen von virtuellen Autoklubs oder ein Automarkt verfügbar.

Obwohl Forza Motorsport mit einem kleinen, aber feinen Schadensmodell aufwartet und sehr detaillierte Fahrzeug- und Umgebungsgrafiken zu bieten hat, muss sich die Optik doch einen gewichtigen Kritikpunkt gefallen lassen: Sie ist schlicht nicht schnell genug. Die maximal 30 Frames pro Sekunde lassen den Spieler nie einen wirklichen Geschwindigkeitsrausch erleben.

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Forza Motorsport ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Titel erscheint exklusiv für die Xbox.

Fazit:
Nein, ein ganz so ultimatives Fahrspaßerlebnis wie Gran Turismo 4 ist Forza Motorsport nicht geworden; da fehlt noch etwas in Sachen Fuhrparkgröße, Geschwindigkeits- und Fahrgefühl. Xbox-Besitzer bekommen mit dem Spiel dennoch den besten realistischen Fahrsimulator für ihre Konsole geboten – großer Fuhrpark, Top-Grafik, variabler Schwierigkeitsgrad und viele Tuning-Optionen sorgen für wochenlanges Fahrvergnügen.


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