MSX - Handy wird zur Spielekonsole
MSX(öffnet im neuen Fenster), kurz für "MicroSoft eXtended BASIC", wurde 1982 von Kazuhiko Nishi von Microsoft Japan entwickelt, um einen Standard im schnell wachsenden Markt für Heimcomputer zu schaffen. Der vor allem in Japan populäre Standard definierte diverse Hardwarekomponenten sowie einen erweiterten BASIC-Befehlssatz. Diverse Hersteller boten MSX-Geräte an, darunter Philips, Sony, Sanyo, Mitsubishi, Toshiba, Hitachi, Canon, Casio, Pioneer, Yamaha und Sharp.
In der ersten Generation (MSX 1) basierten die Geräte auf einem Zilog Z80 mit 3,58 MHz, einem Grafikchip von Texas Instruments (Serie TMS9918) und mindestens 8 KByte RAM sowie 32 KByte ROM. Später wurden auch MSX-Systeme mit mehr Speicher und schnellerem Grafikchip produziert. Beim MSX turbo R kam dann sogar ein Zilog R800 mit 7,14 MHz zum Einsatz.
Heutige Series-60-Telefone verfügen über eine deutlich stärkere Hardware, die entsprechenden Spiele stellen vergleichsweise geringe Ressourcen-Anforderungen. Bazix will mit seinem Emulator nun diese Spiele auf aktuelle Mobiltelefone bringen. Dabei kooperiert Bazix mit den japanischen Unternehmen MSX Association und D4 Enterprise.
Auf der Website woomb.net(öffnet im neuen Fenster) sollen im Laufe des Jahres diverse MSX-Spiele zum Download angeboten werden, sowohl für Mobiltelefone als auch für Windows-PCs, ist MSXPLAYers für Windows- und Pocket-PCs doch schon zu haben. Versionen für Linux, MacOS und diverse Spielekonsolen sollen 2006 folgen. Auch sollen viele Spiele aus dem Japanischen ins Englische übersetzt werden, zum Teil erstmalig.
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