BitTorrent nun auch ohne Tracker
So ganz kommt BitTorrent dabei zwar nicht ohne Tracker aus, die neue Version macht aber jeden Client zu einem leichtgewichtigen Tracker. Ein Protokoll auf Basis des Kademlia-Algorithmus(öffnet im neuen Fenster) , das somit verteilte Hash-Tabellen (Distributed Hash Table, DHT) nutzt, erlaubt den Clients einen effizienten Austausch von Kontaktinformationen anderer Peers.
Wer Dateien über BitTorrent verteilen will, hat dabei künftig die Wahl zwischen dem herkömmlichen System mit Tracker und einer "Trackerless"-Variante. Festgelegt wird dies beim Generieren der Torrent-Datei, die die Download-Informationen enthält und beispielsweise über eine Webseite verteilt wird.
Download-Statistiken stehen bei der Nutzung der trackerlosen Variante aber nicht zur Verfügung. Noch ist BitTorrent 4.1.0 zwar im Beta-Stadium, die Software kann aber bereits unter bittorrent.com(öffnet im neuen Fenster) für Windows, MacOS X und Linux sowie im Quelltext heruntergeladen werden.
BitTorrent funktioniert etwas anders als herkömmliche Filesharing-Software wie eDonkey, Gnutella oder KaZaa, da es kein großes Filesharing-Netz mit Suchmöglichkeit gibt, sondern für jede BitTorrent-Datei bzw. -Dateisammlung eigene kleine Netze von in Torrent-Dateien gelisteten Download-Quellen bestehen. Die auf Webseiten oder auch in herkömmlichen Filesharing-Netzen zu findenden Torrent-Dateien informieren die Software darüber, unter welchen Adressen im Netz eine bestimmte Datei(sammlung) zum Download zur Verfügung steht und erlaubt ein paralleles Herunterladen. Dabei wird ein Nutzer bei noch laufendem Download automatisch selbst zu einer BitTorrent-Quelle – erfahrungsgemäß ist ein BitTorrent-Download bei genügend Quellen ("seeds") auf Grund der einfacheren Software schneller als die herkömmlichen Filesharing-Netze. Vor allem im Open-Source-Umfeld erfreut sich BitTorrent großer Beliebtheit, lassen sich so doch auch große Datenmengen verteilen, ohne dass Traffic-Kosten extrem steigen.