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Spieletest: Star Wars Episode 3 - Die Rache der Sith

Spiel zum Film für PlayStation 2 und Xbox. Praktisch kein Monat vergeht, ohne dass LucasArts ein neues Star-Wars-Spiel auf den Markt wirft. Diesmal gibt es aber zumindest einen wirklich guten Grund – den Kinostart von Episode 3. Das offizielle Spiel zur Leinwandvorlage beinhaltet dabei sogar gut zehn Minuten Original-Filmszenen.
/ Thorsten Wiesner
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Somit ergibt sich natürlich auch automatisch, dass das Spiel praktisch dem Verlauf der Film-Story folgt, dabei allerdings einige große Lücken lässt – wer Episode 3 noch nicht gesehen hat, könnte stellenweise Probleme haben, dem Ganzen zu folgen. Der Spieler übernimmt die Rolle von Anakin Skywalker oder Obi-Wan Kenobi, um sich fortan durch Horden von Droiden, Kampfmaschinen und andere Bösewichter zu schnetzeln. Die Action läuft dabei recht schnörkellos ab – prinzipiell ist "Die Rache der Sith" ein pures Hack&Slay.

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Die meiste Zeit ist man somit damit beschäftigt, mit dem Lichtschwert auf die Feinde einzuschlagen und dafür wie wild die Aktionstasten zu drücken. Zwar sind Combos möglich, oftmals aber gar nicht nötig – der Schwierigkeitsgrad ist eher niedrig, und auf Grund der Massen von Kampfrobotern bleibt auch oft gar keine Zeit, intelligente Manöver auszuführen. Ein paar andere Möglichkeiten sorgen aber zum Glück für etwas Abwechslung. So gibt es die Option, Angriffe zu blocken oder auch Schüsse durch Rotieren des Lichtschwertes zurückzuschleudern. Auch die "Macht" wird natürlich eingesetzt – etwa zur Selbstheilung, zum Bewegen von Gegenständen und Feinden oder für extrem hohe und weite Sprünge.

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Eine Lebens- und eine "Macht"-Anzeige geben kontinuierlich Auskunft über den Zustand des eigenen Charakters. Nach jeder der 16 Missionen werden die jeweiligen Kampfaktionen übrigens bewertet und die so gewonnene Erfahrung kann auf diverse Fähigkeiten verteilt werden – etwa auf den Schwertwurf, der so mit der Zeit immer besser funktioniert. Auch neue Combos und Machtfähigkeiten werden im Spielverlauf dazugelernt. Rätsel gibt es zwar, aber die sind nicht der Rede wert – mehr als mal das Schwert an der richtigen Konsole zu benutzen oder eine versteckte Maschine zu finden ist nicht zu tun.

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Für Verwirrung sorgt stellenweise die fixe und nicht veränderbare Kamera, die das Geschehen oft auch aus einer Seitenansicht einfängt. Glücklicherweise werden Gegner dann aber leicht transparent, so dass man sein Alter Ego immer sehen kann. Die Grafik ist dabei sowohl auf Xbox als auch auf PlayStation 2 solide, aber auch nicht mehr – gerade die Charaktermodelle hätten schon ein paar Polygone mehr verdient gehabt. Unterschiedlich gelungen ist die Sprachausgabe: In den englischsprachigen Zwischensequenzen, die oft von Filmszenen in Spielgrafik übergeht, ist sie gelungen, im Spiel selber aber – hier reden die Charaktere deutsch – wundert man sich schon über die etwas emotionslosen Sprüche von Anakin und Obi-Wan während der Gefechte. Den Ernst der Lage scheinen die beiden jedenfalls meist nicht so wirklich zu verinnerlichen.

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Ein großes Manko von "Die Rache der Sith" ist die Spieldauer – mehr als sechs Stunden werden zum Durchspielen nicht benötigt. Zwar werden immer wieder neue Extras wie Zusatzmissionen oder Konzeptgrafiken freigeschaltet, für dauerhaft anhaltende Motivation sorgt das aber ebenso wenig wie der an sich nette, aber etwas spartanische Multiplayer-Modus, der allerdings sogar mit einer Koop-Option aufwartet.

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Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith ist für die Xbox und die PlayStation 2 im Handel erhältlich. Die USK-Freigabe liegt bei zwölf Jahren, der Verkaufspreis bei knapp 60,- Euro.

Fazit:
Nein, Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith reiht sich glücklicherweise nicht in die Riege miserabler Filmumsetzungen ein, sondern bietet ein solides und ganz hübsch verpacktes Hack&Slay-Vergnügen. Wer kein absoluter Star-Wars-Fan ist, braucht den Titel aber trotzdem nicht unbedingt – sowohl auf der PS2 als auch auf der Xbox gibt es deutlich umfangreichere und abwechslungsreichere Action-Titel.


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