Sonys PS3 doppelt so schnell wie die Xbox 360
Doch in einem Punkt hat Sony gegenüber Microsoft das Nachsehen: Die PlayStation 3 wird erst im Frühjahr 2006 auf den Markt kommen, Microsoft will seine Xbox 360 noch zum Weihnachtsgeschäft 2005 bei den Händlern haben.
Das Herz der PlayStation 3 bildet der von IBM, Sony und Toshiba entwickelte Cell-Prozessor, der über einen 64-Bit-Prozessorkern auf Basis der Power-Architektur sowie acht "synergetische Prozessorkerne" verfügt und mit 3,2 GHz getaktet wird.
Der 64-Bit-Prozessorkern kann Aufgaben gezielt an einen der acht Prozessorkerne delegieren, um so insgesamt bis zu zehn Operationen gleichzeitig ausführen zu können. Beim Speicher-Interface setzen IBM, Sony und Toshiba auf XDR und FlexIO von Rambus. Damit soll der Chip mit Bandbreiten von bis zu 100 GByte pro Sekunde angebunden werden. Rund 90 Prozent der Signal-Pins des Prozessors werden allein für diese Anbindung verwendet.
Die Fließkommaleistung des Cell-Chips soll sich durch Anpassung der SPUs variieren lassen, insgesamt aber 218 Gigaflop/s erreichen. Die einzelnen SPUs basieren dabei auf einer RISC-Architektur, die SIMD-Operationen unterstützt und auf einen lokalen Speicher zurückgreifen kann. Die SPUs lassen sich zudem für Sicherheitsfunktionen nutzen.
Die Multi-Core-Architektur des Cell soll besonders schnelle Reaktionszeiten ermöglichen. Je nach Anwendungsgebiet soll der Chip bis zu zehnmal schneller reagieren als aktuelle PC-Prozessoren, wobei insbesondere Anwendungen mit hohem Bandbreitenbedarf davon profitieren sollen. Der Cell-Chip erlaubt zudem den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Betriebssysteme, so dass beispielsweise Linux zusammen mit einem Echtzeit-Betriebssystem für Spiele und anderen Gastbetriebssystemen für spezifische Anwendungen simultan laufen kann.
Dem Cell zur Seite steht der von Sony und Nvidia entwickelte Grafikchip RSX, der bei einer Taktfrequenz von 550 MHz eine Fließkommaleistung von 1,8 Teraflop/s erreichen und zwei volle HD-Streams (1080p) gleichzeitig verarbeiten können soll. Der RSX bringt es laut Nvidia auf 300 Millionen Transistoren, im Vergleich dazu kommt der PC-Grafikchip GeForce 6800 auf "nur" 222 Mio. Transistoren. Für den Ton in Dolby 5.1 (DTS, LPCM) sorgt der Cell-Prozessor.
Als Speicher stecken mit 3,2 GHz getaktete 256 MByte XDR-Speicher in der PlayStation 3 sowie als reiner Grafikspeicher 256 MByte GDDR3-VRAM, das mit einer Taktfrequenz von 700 MHz arbeitet. So werden laut Sony Computer Entertainment Bandbreiten von 25,6 GByte/s (Hauptspeicher) bzw. 22,4 GByte/s (VRAM) sowie 20 GByte/s (RSX, schreiben) und 15 GByte/s (RSX, lesen) erreicht.
Anders als noch bei der PlayStation 2 stattet Sony die PS3 von Hause aus mit einer Festplatte aus. Das Laufwerk im 2,5-Zoll-Format lässt sich – wie bei der Xbox 360 – abnehmen.
Bei der digitalen Videoausgabe werden die Auflösungen 480i, 480p, 720p, 1080i und 1080p über zwei HDMI-Ausgänge unterstützt. Doch auch ein analoger Bildausgang findet sich an der Konsole, ebenso wie ein digitaler Audio-Ausgang.
Bis zu sieben Controller können per Bluetooth oder per USB 2.0 angebunden werden und auch Sonys PSP findet per WLAN Anschluss an die PS3.
Diverse Spielehersteller haben ihre Unterstützung für die neue Konsolengeneration von Sony angekündigt, darunter EA, Ubisoft, Sega und Namco. Bereits konkrete Titel genannt haben Bandai (Gundam World), Capcom (Devil May Cry 4) und Square Enix (Final Fantasy).
- Anzeige Hier geht es zur Playstation 5 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



