Leica muss Digital-Rückteil mit 10 Megapixeln verschieben
Die Zeitschrift Leica Fotografie International hat einen ersten Testbericht(öffnet im neuen Fenster) über das Leica Digital-Modul-R veröffentlicht, der noch auf einem Vorserienmodell basiert. Der Test ist schon sehr positiv ausgefallen, vor allem was Auflösungsverhalten, Helligkeitsrauschen und die Farbwiedergabe angeht.
Das Rückteil kann jederzeit wieder durch das Filmrückteil ersetzt werden. Damit man den leicht verkleinerten Bildausschnitt des CCD-Sensors gegenüber dem Kleinbild-Format beim Fotografieren berücksichtigen kann, wird eine Einstellscheibe mit zusätzlichen Begrenzungslinien mitgeliefert.
Durch eine Vergütung der Sensoroberfläche soll dieser auch mit handelsüblichen Kamera-Reinigungsmitteln vom Staub befreit werden können – eine wesentliche Erleichterung gegenüber sonstigen digitalen DSLRs, bei denen der Sensor aufwendig mit Spezialreinigungsmitteln oder gar vom Hersteller kostenpflichtig gereinigt werden muss. Das Gerät speichert auf SD-Karten und besitzt einen eigenen Akku und ein 1,8-Zoll-Display mit rund 130.000 Pixeln. Das Modul speichert wahlweise im RAW-DNG-Format, TIF oder JPEG. Es ermöglicht Serienaufnahmen mit maximal zwei Bildern pro Sekunde und zehn Stück in Folge. Nach Angaben der Zeitschrift wird das Modul 4.500,- Euro kosten.
Das Modul wurde schon von zahlreichen Besitzern einer Leica R8 und R9 vorbestellt, doch Leica will noch etwas an dem Gerät arbeiten, bevor es in den Handel kommt. Leica schreibt: "Diese hohen Anforderungen, an denen wir im Interesse unserer anspruchsvollen Kunden keine Abstriche machen wollen, zwingen uns aber zu einer erneuten Produktverzögerung. Die Auslieferung von Serienmodellen wird noch nicht im Monat Mai beginnen".
Der neue Liefertermin soll Ende Mai 2005 mitgeteilt werden. Leica arbeitet derzeit an der Lösung einzelner letzter Softwareprobleme, die zwar die grundsätzliche Funktion nicht beeinträchtigen sollen, aber zur vollständigen Serienreife noch behoben werden müssen.


