Ingenieurwissenschaften mit weniger Studienanfängerinnen
Eine Betrachtung der einzelnen ingenieurwissenschaftlichen Studienbereiche habe gezeigt, dass im Bauingenieurwesen und in der Elektrotechnik die stärksten Einbrüche zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Studienanfänger im Bauingenieurwesen um 12,6 Prozent (von 9.491 auf 8.293) und in der Elektrotechnik um 10,1 Prozent (19.055 auf 17.136).
Auch im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik gingen die Erstsemesterzahlen im Jahr 2004 zurück. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen insgesamt 7,7 Prozent weniger Personen ein Studium in diesem Bereich auf.
Differenziert nach Hochschultyp soll sich zudem zeigen, dass der Einbruch der Studienanfängerinnenzahlen bei Fachhochschulen deutlich stärker ist als an den Universitäten. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich etwa die Zahl der Frauen im Maschinenbau an den Fachhochschulen um 26,6 Prozent reduziert, während an den Universitäten der Rückgang mit 16,1 Prozent um mehr als 10 Prozentpunkte niedriger lag.
Diese Verteilung zeigt sich auch beim hauptberuflich angestellten wissenschaftlichen Personal in den Ingenieurwissenschaften. In der Architektur sind die meisten Frauen beschäftigt: 2003 war mehr als ein Viertel (26,1 Prozent) des hauptberuflichen Personals weiblich. Deutlich niedriger ist ihr Anteil im Bauingenieurwesen (15 Prozent) und im Maschinenbau (13,2 Prozent). Schlusslicht ist auch hier der Bereich Elektrotechnik: nur 6,6 Prozent des Personals ist weiblich.
In den letzten zehn Jahren habe sich auch der Anteil der Frauen an den Professuren in den Ingenieurwissenschaften positiv entwickelt, bleibt aber weiter auf sehr niedrigem Niveau. Von den insgesamt 8.401 Professuren in den ingenieurwissenschaftlichen Lehr- und Forschungsbereichen waren 2003 gerade mal 493 von Frauen besetzt. Wenig überraschend dabei ist, dass der Anteil der Professorinnen in der Elektrotechnik am geringsten ist: 2003 waren nur 64 der insgesamt 2.181 Professuren in diesem Bereich mit einer Frau besetzt, was einem Anteil von nur 2,9 Prozent entspricht – die Elektrotechnik bleibt damit eine Männerdomäne.
- Anzeige Hier geht es zu den aktuellen Blitzangeboten bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.