Gmail ist tot - es lebe Google Mail

In Deutschland sorgten Abmahnungen für Aufsehen , die Gmail-Nutzer erhalten hatten, die Gmail-Einladungen über eBay verkauft haben. Den Nutzern wurde eine Markenrechtsverletzung gegen die Marke "G-mail...und die Post geht richtig ab" vorgeworfen. Die Marke hatte Daniel Giersch im Jahr 2000 schützen lassen, der einen entsprechenden E-Mail-Dienst betreibt.
Nach Auskunft von Google hat das Unternehmen mit Daniel Giersch Verhandlungen aufgenommen, um den Namenskonflikt beizulegen. Allerdings kam es nicht zu einer Einigung, so dass Google die Namensänderung vollzogen hat.
Deutsche Nutzer von Googles Gmail erhalten beim Aufruf von gmail.google.com(öffnet im neuen Fenster) nun die Eingangsseite unter der Bezeichnung Google Mail, da lediglich die Bezeichnung des Dienstes und die Bedienoberfläche entsprechend umbenannt wurden. Sowohl die bisherige URL wird weiter betrieben und auch die E-Mail-Adressen auf @gmail.com behalten die Gmail-Bezeichnung bei.
Obwohl Google die Gmail-Bedienoberfläche für deutsche Nutzer umbenannt hat, wird der Dienst wohl auch hier zu Lande im Sprachgebrauch weiter als Gmail bezeichnet werden, da eben sowohl URL als auch E-Mail-Domain diese Bezeichnung tragen. Außerdem trägt der Google-Dienst überall außer in Deutschland weiterhin die Bezeichnung Gmail.
Nach wie vor befindet sich Gmail oder nun Google Mail im Beta-Test, so dass man nur auf Einladung ein Gmail-Konto erhält, da es noch keine reguläre Registrierung gibt. Gmail-Nutzer können Interessenten einladen, damit diese den Dienst nutzen können. Ein genauer Starttermin von Gmail für die Allgemeinheit ist nicht bekannt. Seit Mitte April 2005 bietet Google auch eine deutschsprachige Oberfläche des kostenlosen E-Mail-Dienstes.
Bereits im April 2004 veröffentlichte Golem.de einen Testbericht zu Gmail, der die Besonderheiten des E-Mail-Dienstes beschreibt und analysiert. Seitdem wurde Gmail um eine POP3-Funktion erweitert und der Speicherplatz von 1 GByte auf 2 GByte aufgestockt .