Demonik - Mit Clive Barker das Böse verbreiten
Das Spielestudio Terminal Reality hat zuletzt die blutige Vampir-Action-Spielserie Blood Rayne für Majesco entwickelt, konnte aber mit dem 1999 erschienenen Spiel "Nocturne" auch sein Händchen für Grusel-Adventures zeigen. Finanziert wird die Demonik-Entwicklung vom Publisher Majesco und von Tiger Hill Entertainment, einer von Star-Regisseur John Woo gegründeten kalifornischen Firma, die Inhalte für Spiele und Comics sowie daraus erstellbare Filme und Serien produziert. Derzeit kümmert sich Tiger Hill um die Verwirklichung eines Metroid-Films für Nintendo.
Genügend interessante Namen aus der Entwickler-Szene und Hollywood sind also am Projekt beteiligt. Majesco erhofft sich durch die enge Zusammenarbeit der Künstler, Geschichtenerzähler und Entwickler ein Spiel, mit dem das Action/Horror-Genre neu definiert wird – und hat dabei mit Resident Evil 4 für den GameCube einen harten Gegner.
Zu Demonik selbst ist bisher nur bekannt, dass es sich um einen Third-Person-Action-Titel handelt, der dem Spieler die Steuerung des "ultimativen Bösewichts" auferlegt, der seine Umgebung durch verschiedene dämonische Kräfte spektakulär in Schutt und Asche legen kann. Demonik soll 2006 für die kommende Konsolengeneration erscheinen – die von Clive Barker stammende Story wird zeitgleich als Basis für einen Spielfilm dienen, dessen voraussichtlicher Kinostart noch nicht genannt wurde. Barker hat zwar eine Option, den Film als Regisseur zu leiten, scheint sich aber mehr um das Spiel kümmern zu wollen. Hierbei wird Barker die Story, die Charakterdesigns, die Zwischensequenzen sowie die Stimmen für die Sprachausgabe überwachen.
"Demonik wird ein intensives Spielerlebnis. Ich habe viel Spaß daran, die Mythologie des Spiels auszubauen und die Charaktere zu polieren, bis sie glänzen. Und, wie könnte es anders sein, es wird etwas Barker-Düsternis hinzugefügt. Demonik verspricht ein Spiel zu werden, das man mit schweißgebadeten Händen spielt" , so Barker in einer Majesco-Pressemitteilung. Dabei scheint es einen interessanten Gegensatz zwischen Spiel und Spielfilm zu geben: Im Spiel ist man selbst der Bösewicht, im Film wird man durch ihn in Angst und Schrecken versetzt. Das lässt auf mehr als die übliche Filmumsetzung zum Spiel hoffen.
Um die Barker-Story gut zu vermarkten, sind laut Tiger Hill auch schon ein Comic und eine limitierte Statue des Bösewichts geplant. Barker hat über 20 Bücher geschrieben und war an Filmen wie Hellraiser und Candyman beteiligt. Demonik ist bereits das zweite Spiel von Barker. Dass er sein Gruselhandwerk versteht zeigten er und sein Unternehmen Dogfish im Jahr 2001 mit seinem Unreal-Engine-basierten Horror-Adventure-Shooter-Mix "The Undying" (ab 16 Jahren), der über Electronic Arts erschien.



