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Harmony: Apache startet freie Java-Implementierung

Implementierung von J2SE 5 unter der Apache-Lizenz v2 gestartet. Ein neues Apache-Projekt namens "Harmony" schickt sich an, eine freie Version des Java 2 Standard Environment 5 (J2SE 5) zu erschaffen. Es gebe einen ganz klaren Bedarf an einer freien Implementierung der J2SE-Runtime-Plattform, so die Initiatoren, die eine kompatible und unabhängige Implementierung von J2SE 5 unter der Apache-Lizenz v2 schaffen wollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Bestehende Ansätze wie Kaffe oder GNU Classpath sowie alternative Ansätze zur Ausführung von Bytecode wie GCJ und IKVM seien zwar wichtig, diese würden jedoch an einzelnen Hürden scheitern und dadurch kein größeres Potenzial entfalten, heißt es von Seiten der Harmony-Initiatoren in ihrem Projekt-Vorschlag(öffnet im neuen Fenster) .

Zusammen mit der freien J2SE-Implementierung wollen sie zugleich eine Runtime-Architektur bestehend aus Virtual-Machine und Klassenbibliothek schaffen, so dass unabhängige Implementierungen auf gemeinsame Komponenten zurückgreifen können. So soll eine modulare Plattform entstehen, zu der eine breite Gemeinschaft von Entwicklern beitragen kann.

Zahlreiche Entwickler haben sich dabei zusammengefunden, um an der Architektur der freien Java-Implementierung mitzuarbeiten, darunter auch Mitglieder der Projekte IKVM, Kaffe, GCJ und GNU Classpath.

Aus lizenzrechtlichen Gründen sei es mit Java 5 erstmals möglich, die J2SE-Spezifikation als Open Source zu implementieren, ein Angriff auf Sun sei das Projekt nicht, heißt es in einer ersten FAQ(öffnet im neuen Fenster) des Projekts. Einen Zeitplan nennen die Entwickler nicht. Man werde prinzipiell von null, d.h. ohne jeglichen Code beginnen, allerdings gibt es Gespräche mit der Free Software Foundation (FSF), die die Rechte an GNU Classpath hält, so dass es durchaus noch dazu kommen kann, dass der Classpath-Code in die Entwicklung von Harmony einfließt.

Dennoch regt sich Unmut über den Ansatz(öffnet im neuen Fenster) , lässt sich bestehender Code unter der GPL doch nicht für Harmony nutzen, so dass vermutlich ein großer Teil der Arbeit, die bereits in Projekte wie GNU Classpath oder Kaffe geflossen ist, in Harmony dupliziert werden muss.


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