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Wahl-o-Mat wird auf Manipulierbarkeit überprüft

Bundeszentrale für politische Bildung bezweifelt Vorwürfe von Convit. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) überprüft derzeit ihren "Wahl-o-Mat" auf Manipulierbarkeit – die Website soll helfen, die eigenen Ansichten mit den Positionen der einzelnen Parteien zu vergleichen und schließlich die mit der größten Übereinstimmung präsentieren. Ende April 2005 meldete das Softwareunternehmen Convit, dass der Wahl-o-Mat bereits manipuliert worden sei bzw. sehr einfach zu manipulieren wäre.
/ Christian Klaß
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Convit gab gegenüber Golem.de an, dass der Wahl-o-Mat sowohl "händisch" als auch automatisch mit einer sehr einfachen Software beliebig manipuliert werden könne. Innerhalb einer sehr kurzen Zeit könne das Ergebnis einer jeden Partei in der Onlineumfrage verbessert und somit die Wahlabsicht der Wähler beeinflusst werden. Convit stellt sich auch gleich selbst zur Verfügung, die Software kostenlos sicherer zu machen, um "Bundesbürger vor Manipulationen zu schützen."

Auf Nachfrage von Golem.de hat die Bundeszentrale für politische Bildung vorsichtshalber die Parteienübersicht am Ende der Onlinebefragung durch den Wahl-o-Mat herausgenommen. Eine Sprecherin erklärte dazu: "Wir prüfen derzeit noch, ob die Firma Convit mit ihrer Behauptung Recht hat – was wir uns nicht vorstellen können -, dass der Wahl-O-Mat leicht zu manipulieren ist. Schließlich haben wir Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Wenn sich die Behauptung nicht bewahrheiten sollte, stellen wir die Parteienübersicht wieder ins Netz."

Der Wahl-O-Mat wurde 1998 entwickelt, ist seit 2002 im Einsatz und wurde 2003 mit einer internationalen Auszeichnung des "4th World Forum on E-Democracy" bedacht.


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