Stealth-Action für PC und Konsole. Fast zeitgleich mit dem Erscheinen von Splinter Cell 3 ein Stealth-Abenteur für PC und Konsole zu veröffentlichen, ist sicherlich nicht die allerbeste Idee. Flashpoint hat es mit Stolen trotzdem gewagt – und zumindest das Szenario hat eigentlich auch genug Eigenständigkeit zu bieten, um gegen den Platzhirschen bestehen zu können.
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Stolen spielt in einer hochtechnologisierten Zukunft. Der Spieler steuert Anya Romanov, Tochter russischer Einwanderer, die nichts lieber erledigt als professionelle Einbrüche – und zwar an den unterschiedlichsten Orten. So wird sie unter anderem in Firmen und Geheimlaboren, aber auch in Museen aktiv, um diverse Schätze oder aber auch hochbrisantes Material zu stibitzen.
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Schon die Rahmenhandlung macht klar, dass die Entwickler sich von einer ganzen Reihe bekannter und erfolgreicher Spieletitel haben inspirieren lassen. Anya erinnert an eine Mischung aus Lara Croft (optisch und bewegungstechnisch) sowie Sam Fisher (hinsichtlich ihrer Fähigkeiten), das Spiel selbst ist eine Mischung aus Splinter Cell, Thief und ein paar Action-Adventures. So ist der Ablauf der Missionen auch relativ stereotyp: Anya schleicht sich in Gebäude, muss den strengen Blicken der Wachen entgehen, indem sie immer im Dunkeln bleibt, ein paar Geschicklichkeitspassagen überstehen, Schlösser knacken und sich in Terminals einhacken sowie ab und zu akrobatisch ein paar Hindernisse überwinden. Dabei helfen nette Gadgets wie Nachtsichtgeräte, Elektro-Schocker, Ortungssender und noch so einiges mehr.
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Das klingt in der Theorie alles ganz nett, spielt sich praktisch aber nicht mal halb so gut – vor allem, da die Bedienung in Sachen Hakeligkeit und Ungenauigkeit keine Wünsche offen lässt. Vor allem am PC ist die Bedienung äußerst ungenau und alles andere als präzise; an der Konsole läuft es mit dem Gamepad zumindest ein bisschen besser. Gleich verkorkst auf allen Plattformen ist dafür die Kamera: Zwar wird immer wieder darauf geachtet, die Pixel-Proportionen von Anya ins richtige Licht zu rücken; dass es gleichzeitig von Vorteil ist, auch die Level oder die Gegner immer gut sehen zu können, schien den Entwicklern aber nicht ganz so offensichtlich zu sein.
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Weitere Schwächen offenbart Stolen im Nahkampf – die Wachen sind immer so aufmerksam, dass sie einem beständig auf den Fersen bleiben, sobald man sich einmal verraten hat. An sich ja keine schlechte Sache – nur gehen einem die dann folgenden recht lieblosen und auch mies animierten, immer wieder identischen Boxkämpfe schnell auf den Geist; um so mehr, als die Story zwar ein an sich nettes Szenario zu bieten hat, dieses aber nicht wirklich für die Entfaltung einer interessanten Geschichte dient.
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Auch optisch ist Stolen eine eher triste Erscheinung, wobei auch hier die Konsolenversionen etwas besser wegkommen; am PC wirkt das Ganze stellenweise doch arg lieblos. Ach ja: Recht kurz ist die Kampagne auch noch – aber da die meisten Spieler nach den ersten zwei, drei Stunden wohl ohnehin die Lust verlieren dürften, wiegt dieser Kritikpunkt auch nicht mehr so schwer.
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Stolen ist bereits im Handel erhältlich. Derzeit liegen Umsetzungen für PC, Xbox und PlayStation 2 vor.
Fazit: Stolen hat eigentlich gleich eine ganze Reihe guter Ansätze – attraktive und bewegungsstarke Heldin, interessantes Setting, nette Extras. Den Entwicklern ist es aber leider nicht gelungen, daraus dann auch ein gutes Spiel zu machen; vor allem die hakelige Bedienung und die schlechte Kamera zehren an den Nerven. Die wenig aussagekräftige Story tut ihr Übriges dazu, Stolen im Meer der Belanglosigkeit versinken zu lassen.