VU Games und Valve beenden Zusammenarbeit

Ab 31. August 2005 keine Valve-Spiele mehr über VU Games zu beziehen

Das Entwicklerstudio Valve und der Publisher Vivendi Universal Games (VU Games) haben bezüglich ihrer seit August 2002 in den USA laufenden Rechtsstreitigkeiten einen Vergleich geschlossen. Zwar redet man davon, die Differenzen geklärt und sämtliche erhobenen Ansprüche fallen gelassen zu haben, doch werden sich die Wege der Partner in naher Zukunft trennen - und auch Half-Life 2 nicht mehr über VU Games vertrieben.

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Im Rahmen einer nun getroffenen Vereinbarung wird VU Games zum 31. August 2005 den Vertrieb der Einzelhandelsversionen von Spielen von Valve einstellen. Dies betrifft Half-Life (1998), Half-Life 2 (2004), Counter-Strike, Counter-Strike: Condition Zero (2004) und Counter-Strike: Source. Zusätzlich hat VU Games alle Distributoren und Internet-Cafés, die von VU Games lizenziert waren, benachrichtigt, dass auschließlich Valve autorisiert ist, Valve-Spiele an Internet-Cafés zu vertreiben und Internet-Café-Lizenzen anzubieten.

Die Lizenzierung an Internet-Café-Betreiber war einer der Hauptstreitpunkte, denn Valve zufolge hatte VU Games gar nicht die Rechte dafür, sondern ausschließlich Valve. Entsprechend wurden mittlerweile Internet-Café-Betreiber - nach einem zu Gunsten Valve gefällten Gerichtsurteil vom November 2004 - davon in Kenntnis gesetzt, "dass jegliche Lizenz-Vereinbarungen mit Sierra Entertainment, Vivendi Universal Games oder deren Schwesterfirmen oder Distributoren, die unter Umständen Nutzungsrechte für Valve-Spiele in Internet-Cafés eingeräumt haben, unabhängig ob mündlich oder in der Schriftform, aufgekündigt wurden", wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Für VU Games dürfte der Ausgang schwerer wiegen als für Valve - immerhin ist Half-Life 2 nicht nur über den Handel zu beziehen, sondern auch über Valves eigenen Software-Distributionsdienst Steam. In Bezug auf Letzteren hatte sich VU Games von Valve im Vorfeld der Half-Life-2-Auslieferung betrogen gefühlt, da man nicht rechtzeitig von den ehrgeizigen Plänen zum elektronischen Selbstvertrieb von Valve-Spielen informiert wurde. Auf Kritik auch bei deutschen Verbraucherschützern stieß Half-Life 2 u.a. wegen der für Half-Life 2 nötigen Online-Zwangsaktivierung per Steam, die auf der Packung nicht ausreichend kenntlich gemacht wurde.

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