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Killerspiele? Frontal21-Bericht macht Spieler aggressiv

Entgleister Leserbrief an Frontal21
Entgleister Leserbrief an Frontal21
Als Beleg für den direkten Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewalt sah das Frontal21-Team auch wütende und unverhältnismäßig aggressive Leserbriefe zu früheren Frontal21-Sendungen zum gleichen Thema wie den Beitrag "Gemetzel im Kinderzimmer" vom 9. November 2004. Dabei könnte die durch den durchaus provokanten Fernsehbeitrag erzeugte aufgeregte Stimmung auch als mediale Gewalt gegen die Spieleszene an sich betrachtet werden. Wer lässt sich schon gerne zum latenten Amokläufer abstempeln, nur weil er Shooter spielt? Da hilft es dann auch nicht viel, nach der Sendung im Chat zu relativieren, dass es nur um das Aufzeigen von Problemen mit Gewaltspielen geht, wenn die Sendung die Spieleszene zu etwas Bedrohlichem werden lässt.

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Im überlaufenen Chat zum Beitrag stellten sich die Autoren, Rainer Fromm und Thomas Reichart, im Anschluss an die Sendung den kritischen Fragen und verwiesen auf die Studien, auf die sie ihre Thesen stützten. Fromm sieht durchaus Zusammenhänge zwischen Erfurt, Littleton und anderen von Medien oft vorschnell in Verbindung mit Computerspielen gebrachten Amokläufen. Für ihn sind sie damit ein weiterer Beweis für die negative Wirkung von brutaleren Spielen. Mögliche soziale, psychische oder sonstige persönliche Hintergründe der Täter wurden im Chat aber selbst auf Nachfrage nicht angesprochen, man blieb bei monokausalen Erklärungen.

Weiterer Leserbrief an Frontal21
Weiterer Leserbrief an Frontal21
An anderer Stelle im Beitrag von Frontal21 heißt es: "Die meisten Brutalspiele sind nicht indiziert und dürfen frei verkauft werden". In der Vorschau auf Frontal21 fasste ZDF-Moderator Theo Kroll den Beitrag als "Killerspiele für Kinder" zusammen. Mit solchen Formulierungen wird laut esb der Eindruck erweckt, dass solche Spiele für Kinder und Jugendliche im Handel frei erhältlich sind - unabhängig von der Altersfreigabe durch die USK. Weiterhin entstehe fälschlich der Eindruck, dass die Mehrzahl der PC- und Videospiele jugendgefährdenden Inhalts seien - von allen im Jahr 2004 von der USK geprüften Spielen seien jedoch nur rund vier Prozent mit der Einstufung "ab 18 Jahre" versehen worden und hätten keine Jugendfreigabe erhalten.

Ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Spiele waren laut der Spielebranche Sport- oder Strategiespiele ohne Gewaltdarstellung. Auf einer am 28. April 2005 stattgefundenen Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung in München gab der auch im Frontal21-Bericht interviewte EA-Geschäftsführer Jens Uwe Intat an, dass die im Jahr 2004 drei in Deutschland meistverkauften Titel seines Unternehmens mit je 600.000 bis 700.000 Einheiten Simulationen (Die Sims 2) und Sportspiele (z.B. FIFA Football) gewesen seien. Der erfolgreichste Shooter von EA habe im gleichen Zeitraum nur 50.000 Exemplare umgesetzt, die Konkurrenz war hier mit Doom 3 (über 100.000 Stück) und vor allem mit Half-Life 2 (über 200.000 Stück) allerdings auch etwas erfolgreicher.

... und noch einer
... und noch einer
"Täglich messen sich Computerspieler in Ligen und Turnieren und tragen sogar Deutsche Meisterschaften aus, und zwar nicht nur in Ego-Shootern, sondern vor allem in Sport- und Strategiespielen. Der sportliche Charakter von PC- und Videospielen, oder besser gesagt e-Sport, wurde im Film nicht einmal am Rande erwähnt. Der Bericht von Frontal21 diffamiert einen großen Teil der Computerspieler und hilft nicht, die Allgemeinheit objektiv zu informieren", klagt der esb, dem es in Bezug auf Frontal21 vor allem um eine objektivere Berichterstattung und Aufklärung geht.

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Detlev 19. Mär 2007

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Phoenix480 24. Feb 2007

Ich hab mal eine Frage: Wenn ich in meinem Online-Rollenspiel durch die Gegend laufe und...

Realist 18. Feb 2007

Hallo erstmal, ich hab mir mal das ganze hier durchgelesen und muss sagen das es mich...


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