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Gescheiterte Evil-Genius-Entwickler kritisieren Publisher

Elixir Studios stellen nach abgebrochenem Projekt den Betrieb ein

Zum 28. April 2005 hat das seit sieben Jahren aktive britische Spielestudio Elixir Studios seinen Betrieb eingestellt und den endgültigen Ausverkauf begonnen. Im Oktober 2004 brachte Elixir sein Strategiespiel Evil Genius auf den Markt und hatte bis vor kurzem auch ein Projekt für einen größeren US-Publisher in Arbeit - mit der Einstellung des laut Spielestudio als wirtschaftlich "riskant" eingestuften Projekts wurde auch das Ende von Elixir eingeleitet.

Obwohl Elixir eigene vielversprechende Spiel-Prototypen in der Schublade haben will, sah sich das Management gezwungen, das Unternehmen zu schließen. Dafür verantwortlich machte man das aktuelle Klima, in der Publisher Risiken scheuen würden und in denen im Vorfeld des nahenden Starts neuer Spielekonsolen nur noch bekannte Lizenzen eine Chance hätten, neue Ideen hingegen nur, wenn die Entwickler unverhältnismäßig viel Geld selbst in ein Projekt stecken würden.

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In Anbetracht der finanziellen Situation des Unternehmens und der Marktbedingungen habe die Elixir-Führung deshalb beschlossen, die verbleibenden Geldreserven für Abfindungszahlungen an seine Angestellten zu verwenden und eine geregelte Beendigung des Geschäfts zu ermöglichen. Um den eigenen Entwicklern einen Weg zu anderen Spielestudios zu ebnen, betonte Elixir-CEO Mark Hewitt, dass man eine fantastische Auswahl an Angestellten habe und andere Firmen verrückt wären, sie nicht vom Fleck weg anzuheuern.

Elixir-Gründer Demis Hassabis erklärte, dass man zwar alles gegeben hätte, dies aber letzendlich nicht gereicht hätte. "Es sieht so aus, als ob die heutige Spieleindustrie keinen Platz für kleine unabhängige Entwickler hat, die an innovativen und frischen Ideen arbeiten wollen. Vielleicht werden sie nicht mehr gebraucht. Genau dies war jedoch der Grund, Elixir aufzubauen und etwas, das wir niemals durchs Beschreiten der Lizenz-Route aufs Spiel setzen wollten", schließt die Mitteilung zum Ende des Spielestudios.

Mit Evil Genius hatte Elixir ein ungewöhnliches Strategiespiel vorgelegt, bei dem es als kriminelles Genie gilt, eine eigene Verbrecherorganisation zu etablieren und letztlich die Welt zu unterjochen. Trotz der witzigen und frischen Idee konnte Evil Genius die Presse allerdings nicht ganz überzeugen.

Das Dahinscheiden von Elixir soll sich laut Elixir nicht auf das gemeinsam mit Nicely Crafted Entertainment entwickelte Online-Spiel "Republic Dawn: The Chronicles of the Seven", auch Republic 2 genannt, auswirken. Der Titel wurde von den Partnern im Februar 2005 angekündigt und soll hunderttausende von Spielern verkraften, deren Aufgabe es ist, gemeinsam auf einer stark zerstörten futuristischen Welt eine neue Menschen-Republik aufzubauen. Es gilt, ökonomische und militärische Entscheidungen zu treffen - die Handlungen der Spieler sollen sich stärker auf die Welt auswirken als in bisherigen Spielen und das Spiel mit ausgefeilter künstlicher Intelligenz sowie einer detaillierten Umgebung aufwarten. Vor allem für die Grafik des für 2007 geplanten Spiels war Elixir verantwortlich, die Online-Spiel-Engine stammt hingegen von Nicely Crafted.


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VIP-Killer 24. Sep 2005

Ich spiele gerne Evil Genius und finde es super. Schaut doch mal hier vorbei: http...

Pre@cher 02. Mai 2005

Bin ich der einzige, der XIII ziemlich sche... schlecht fand? Ein arg abgespeckter...

Prototype 30. Apr 2005

Was ich noch sagen wollte ist, dass nicht die Spieleindustrie verantwortlich für die...

Arnold 29. Apr 2005

Ist in heutiger Zeit eher selten, dass ein Unternehmen erkennt, wann es Zeit ist...



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