Abo
  • Services:

KDE-Entwickler verärgert über Apple

Zack Rusin: Es gibt keine Kooperation zwischen Safari und Konqueror

Apple liefert sein Betriebssystem MacOS X seit geraumer Zeit mit einem eigenen Web-Browser namens Safari aus, der auf der Rendering-Engine KHTML des KDE-Projekts basiert. Doch Apples Verhalten in Bezug auf Safari und KHTML verärgert einige KDE-Entwickler, darunter auch Zack Rusin, der seinem Unmut jetzt Luft machte.

Artikel veröffentlicht am ,

Stein des Anstoßes für Rusin war die Meldung, Safari sei der erste Browser, der den Acid2-Test bestanden habe, sowie die damit verbundene erwartungsvolle Freude von KDE-Nutzern, die hoffen, die Änderungen würden bald auch in KHTML einfließen. Denn damit sei nicht zu rechnen, so Rusin, es sei denn, es finde sich jemand, der die gleichen Sachen von Grund auf neu entwickle.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Das Problem liegt laut Rusin darin, dass der Safari-Code inkonsistent und Änderungen meist voneinander abhängig sind, so dass es nahezu unmöglich sei, einzelne Patches in KHTML zu übernehmen, ohne auch einen ganzen Rattenschwanz weiterer Änderungen durchzuführen. Manche Teile seien zudem eng an das API von MacOS X gebunden, so dass diese praktisch nicht brauchbar und von Grund auf neu entwickelt werden müssten. Sollte sich aber jemand finden, der diese Arbeit tut, werde dennoch Apple den Applaus der Öffentlichkeit erhalten, so ein verärgerter Zack Rusin in seinem Blog.

Er kritisiert aber auch das Verhalten von Apple. Man habe extra die Mailingliste "khtml-cvs" eingerichtet und Apple Zugang zum CVS-System von KDE eingeräumt. Statt aber kleine Patches zu liefern, die sich leicht übernehmen lassen, liefere Apple periodisch "Code-Bomben" zusammen mit neuen Versionen von WebCore. Die KDE-Entwickler haben hingegen keinen Zugriff auf den Safari-Code, insbesondere die History des CVS-Systems, obwohl viele bereit gewesen wären, entsprechende NDA-Abkommen zu unterzeichnen, so Rusin.

Letztendlich mache Apple nur das absolute Minimum, zu dem die LGPL sie verpflichte, so Rusin weiter. Rechtlich sei dies absolut in Ordnung und Apple habe auch das Recht, nicht mit dem KDE-Projekt zusammenarbeiten zu wollen. Dann solle aber auch niemand von einer großartigen Kooperation zwischen Safari und Konqueror sprechen, sie existiere ganz einfach nicht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Aufmerksamer Leser 10. Apr 2008

Glaubst du, dass die GTK-HTML Rendering Engine von GNOME besser ist? Keine Mozilla...

xXxXx 04. Jun 2005

sehr zuempfehlen ist http://www.linuxisos.de Diese Leute dort liefern sehr schnell und...

Pennyman 02. Mai 2005

Doch, eine Lizenz IST ein Vertag, der in diesem Falle durch das "unterstellen" des...

kressevadder 02. Mai 2005

Der Kernel eines Unix Systems basiert wie du schreibst logischerweise auch auf Unix...

Jensemann 29. Apr 2005

Es wäre echt toll, wenn Du wenigstens ab und zu einen großen Buchstaben schreiben...


Folgen Sie uns
       


Ladevorgang beim Audi E-Tron

Wie schnell lässt sich der neue Audi E-Tron tatsächlich laden?

Ladevorgang beim Audi E-Tron Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Google Nachtsicht im Test: Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel
    Google Nachtsicht im Test
    Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel

    Gut einen Monat nach der Vorstellung der neuen Pixel-Smartphones hat Google die Kamerafunktion Nachtsicht vorgestellt. Mit dieser lassen sich tolle Nachtaufnahmen machen, die mit denen von Huaweis Nachtmodus vergleichbar sind - und dessen Qualität bei Selbstporträts deutlich übersteigt.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Pixel 3 Google patcht Probleme mit Speichermanagement
    2. Smartphone Google soll Pixel 3 Lite mit Kopfhörerbuchse planen
    3. Google Dem Pixel 3 XL wächst eine zweite Notch

    Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
    Machine Learning
    Wie Technik jede Stimme stehlen kann

    Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
    Ein Bericht von Felix Lill

    1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
    2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
    3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

      •  /